Angeklagte fehlen: Erpressungs-Prozess in Bremen muss warten

  • Fünf Familienclan-Mitglieder stehen wegen Erpressung vor Gericht
  • Zwei von ihnen erschienen nicht zum Prozessauftakt
  • Es geht um Schutzgeld in Höhe von insgesamt 80.000 Euro
Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einem Richterpult.
Einer der Angeklagten sitzt angeblich in der Schweiz in Untersuchungshaft, der andere ist verschwunden. Deshalb wurde der Prozess vom Bremer Landgericht ausgesetzt. Bild: DPA | Uli Deck

In Bremen ist der Erpressungs-Prozess gegen fünf Mitglieder eines Familienklans am Freitag ausgesetzt worden. Denn zwei der Angeklagten erschienen nicht vor dem Bremer Landgericht.

Ein Angeklagter soll in Untersuchungshaft in der Schweiz sitzen, vom anderen ist der Aufenthaltsort völlig unbekannt. Wegen der Abwesenheit wird der Prozess erst einmal ausgesetzt. Wann er wieder aufgenommen wird, ist unklar. Alle fünf Angeklagten sollen zwei Privatpersonen erpresst und viel Geld gefordert haben – insgesamt 80.000 Euro. Die Beschuldigten sollen ihren Opfern gedroht haben, ihnen die Finger abzuschneiden, wenn sie das Geld nicht zahlen. Davon ließen sich die Bedrohten bisher aber nicht einschüchtern.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 12. Januar 2018, 12 Uhr