Aus für Bremer Seniorenhilfe-Projekt der Post nach der Testphase

  • Postboten sollten klingeln und fragen, ob alles in Ordnung ist
  • Kein Senior nutzte den Service in der Testphase
  • Warum das Projekt scheiterte, ist noch unklar
Briefträger der Deutschen Post AG mit fast leeren Posttaschen auf dem Fahrrad.
Die Testphase des Seniorenhilfe-Projektes der Post lief nur in Bremen-Schwachhausen. Bild: DPA | Ulrich Baumgarten

Das Seniorenhilfe-Projekt der Deutschen Post in Bremen soll nach der Testphase nicht mehr fortgesetzt werden. Der Grund: Es hat keine Interessenten dafür gegeben.

Briefträger der Post sollten regelmäßig auf ihren Touren bei den Senioren kurz klingeln und fragen, ob alles okay ist. Bei Problemen hätten die Postboten den Hausnotruf der Johanniter alarmiert, der bei dem Projekt mit im Boot ist. Das war die Idee.

Kein Kunde hat den Dienst gebucht

Im Mai aber kommt das Aus für das Projekt unter dem Namen "Post persönlich zwei Punkt null". Nicht ein einziger Kunde hat für den Dienst, der zwischen neun und 15 Euro pro Monat kosten sollte, einen Vertrag abgeschlossen. Das bestätigte eine Post-Sprecherin auf Nachfrage von buten un binnen.

Warum das Ganze scheiterte, ist noch unklar. Offenbar wurde nur halbherzig im Internet und auf Flyern für das Angebot geworben. Ohnehin konnten in der Testphase nur Menschen in Bremen-Schwachhausen die Hilfe buchen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 15. April 2019, 16 Uhr