Mögliche Patienten-Tötungen ereigneten sich in Bremer Diako-Klinik

Audio vom 16. Juli 2021
Eine Außenansicht des Bremer Diako-Krankenhauses.
Bild: DPA | Mohssen Assanimoghaddam
Bild: DPA | Mohssen Assanimoghaddam
  • Klinik hatte Auffälligkeiten entdeckt – und die Polizei informiert
  • 33-jähriger Pfleger soll zwei Patienten getötet haben
  • Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft

Der Bremer Krankenpfleger, der zwei Patienten getötet haben soll, war im Diako-Krankenhaus auf der Intensivstation beschäftigt. Das hat die Klinik auf Anfrage von buten un binnen bestätigt.

Das Diako sei auf die Vorfälle aufmerksam geworden, nachdem es auf der Intensivstation zwei ungewöhnliche Todesfälle gegeben hatte, heißt es in einer Mitteilung. Daraufhin habe die Geschäftsführung sofort interne Untersuchungen eingeleitet. Dabei sei der 33-jährige Tatverdächtige aufgefallen, weil er in beiden Fällen engen Kontakt zu den Patienten hatte.

Das Diako hat dann nach eigenen Angaben umgehend die Polizei eingeschaltet und den 33-jährigen Tatverdächtigen vom Dienst freigestellt. Aktuell sitzt er in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, dass er im April für den Tod von zwei Intensivpatienten verantwortlich gewesen sein soll. Er soll ihnen nicht notwendige Medikamente verabreicht haben. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln weiter und prüfen, ob der Beschuldigte auch noch für weitere Todesfälle verantwortlich sein könnte. 

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 16. Juli 2021, 17 Uhr