Infografik

Hier können Sie künftig in der Bremer City parken – und hier nicht

Mit dem Abriss des Parkhauses Mitte fallen mehr als 1.000 Parkplätze weg. Wo sollen die vielen Autofahrer in Zukunft hin?

Eingang vom Parkhaus Mitte
Gibt es bald nicht mehr: Das Parkhaus Mitte soll abgerissen werden.

1039 Parkplätze weniger: Für rund 14 Millionen Euro hat der Bremer Bauunternehmer Kurt Zech das Gelände gekauft, auf dem das Parkhaus Mitte, das größte in der Stadt, steht. Das jedoch will er abreißen. Stattdessen sollen Läden, Büros und Wohnungen entstehen. Für seine "City-Galerie“ hat er keine Parkplätze vorgesehen, doch an anderer Stelle gibt es neue.

Diese Parkplätze kommen neu hinzu

280 Stellplätze stehen künftig im Parkhaus des City-Gates am Hauptbahnhof zur Verfügung. Laut Betreiber Brepark ist die Eröffnung für den 15. Mai geplant. 500 Parkplätze sollen am neuen Zentralen Omnibusbahnhof auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofs hinter dem Überseemuseum entstehen – allerdings sind die voraussichtlich erst in drei Jahren fertig.

Das sind insgesamt 780 neue Parkplätze, die bisher vorgesehen sind. Fehlen also noch rund 250, um nach dem Abriss des Parhauses Mitte das bisherige Angebot wieder vorzuhalten. Im Netz sorgt der Abriss des Parkhauses Mitte für Diskussionen.

Die komplette Innenstadt gehört autofrei

Martin Wald - 30. April 2019, 13:04 Uhr.

Alles wunderbar, aber bitte auch für neue Parkmöglichkeiten sorgen sonst kommt keiner mehr in die Innenstadt!

Peter Stiefler - 30. April 2019, 15:21 Uhr.

Bei Parkplätzen wird die Innenstadt eh nicht mit Weser Park und Waterfront konkurrieren können.

Volker Graaf - 30. April 2019, 13:21 Uhr.

Weitere mögliche Lösungen

Das Bremer Bauressort hat prüfen lassen, ob die Parkhäuser in der Innenstadt erweitert werden können. Ergebnis der Gutachter: Das Parkhaus am Brill kann aufgestockt werden. Das Gebäude kann zwei weitere Etagen tragen. Somit könnten zu den 863 Stellplätzen weitere 240 hinzukommen. Dann wäre das Parkhaus am Brill das größte in der Innenstadt. Die anderen Standorte eigenen sich nicht für eine Vergrößerung. Konkrete Pläne für die Aufstockung gibt es noch nicht.

Bremens Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) erwartet zudem, dass auf dem Sparkassen-Gelände am Brill weitere Parkplätze entstehen. Im kommenden Jahr will die Sparkasse vom Brill auf den Uni-Campus ziehen. Das bisherige Sparkassen-Gelände soll umgestaltet werden. Der bekannte Architekt Daniel Libeskind hat die Pläne entworfen. Wie viele Parkplätze hier entstehen, ist noch unklar. Lohse kann sich auch eine Kooperation mit dem privaten Parkhaus an der Baumwollbörse vorstellen. Konkrete Pläne gibt es aber auch hier noch nicht.

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Die Karte zeigt die aktuellen Parkplatz-Entwicklungen in der Innenstadt. Orange gekennzeichnet sind geplante Vorhaben, die blauen Punkte zeigen mögliche Stellplatz-Lösungen, die aber noch nicht konkretisiert wurden. Ein Klick auf den jeweiligen Punkt zeigt weitere Details.

Umweltsenator Lohse: Parkplätze reichen aus

Der Umweltsenator sieht zunächst keinen akuten Handlungsbedarf. Die aktuellen Parkhäuser sind nicht ausgelastet. Das zeigt auch ein Blick auf die Internetseite des Anbieters Brepark, wo freie Parkplätze minutengenau angezeigt werden. In Bremens Innenstadt gibt es aktuell rund 6.200 Parkplätze: Neben Mitte und Am Brill betreibt Brepark in der Bremer Innenstadt auch die Parkhäuser Pressehaus (660), Ostertor/Kulturmeile (448), Stephani (440), Am Dom (404) und Katharinenklosterhof (350). Weitere fünf Parkhäuser anderer Anbieter bieten Platz für rund 2000 Fahrzeuge. Knapp wird der Platz nur in der Vorweihnachtszeit. Aber auch dann sind nicht alle Parkhäuser voll.

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  • Sonja Klanke

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 7. Mai 2019, 23:30 Uhr