Bremens Gesundheitssenatorin unterstützt Reformpläne von Jens Spahn

  • Notfallnummer 112 und der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117 sollen zusammengelegt werden
  • Gesundheitssenatorin Quante-Brandt hält die Reform für "zwingend notwendig"
  • Kassenärztliche Vereinigung kritisiert den Plan der integrierten Notfallzentren
Bremens Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) spricht auf einer Pressekonferenz in Berlin.
Eva Quante-Brandt unterstützt das Reform-Vorhaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Bild: DPA | Sophia Kembowski

Die Bremer Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) begrüßt die Reformpläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Sowohl die geplante Zusammenlegung der Notrufnummer 112 mit der Servicenummer 116117, als auch die Idee von Integrierten Notfallzentren seien aus Bremer Sicht sinnvoll.

Eine Reform in der Notfallversorgung sei "zwingend notwendig, da auch in Bremen das Notfallversorgungssystem stark beansprucht wird. Der Referentenentwurf liegt jetzt im Haus und wird zusammen mit den zusätzlich betroffenen Ressorts geprüft", sagte Quante-Brandt buten un binnen.

Die Kassenärztliche Vereinigung sieht die Reform etwas kritischer. Zwar sei sie von der Idee her sinnvoll – jedoch seien integrierte Notfallzentren an allen Krankenhäusern in Bremen nicht machbar. Die Zentren sollen von den Kliniken und den Kassenärztlichen Vereinigungen gemeinsam betrieben werden. Dort soll dann entschieden werden, ob die Patienten in die Notaufnahme kommen, oder ambulant behandelt werden. Dafür fehle in Bremen das Personal und das Geld.

Die Reformpläne sollen nun von den Bundesländern geprüft und dann mit dem Bundesgesundheitsministerium besprochen werden.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 22. Juli 2019, 16 Uhr