Auch Eltern in diesen Berufen können ihre Kinder jetzt betreuen lassen

  • Auch Mitarbeiter von Versorgern können Angebot in Anspruch nehmen
  • Lebensmittelproduktion und -handel ebenfalls eingeschlossen
  • Ursprünglich nur für Eltern gedacht, die etwa im Gesundheitssektor arbeiten
Spielzeug liegt in einer Kita im Sandkasten.
Kitas und Schulen sind dicht. Eine Notbetreuung gibt es nur für ausgewählte Berufsgruppen. Bild: DPA | Monika Skolimowska

Der Bremer Senat hat in der Coronakrise die Ausweitung der Notbetreuung beschlossen. Betreut werden können Kinder von Beschäftigten, die beide in den unten genannten Bereichen tätig sind und keine anderen Betreuungsmöglichkeiten haben. Das gilt auch für Alleinerziehende, die in diesen Bereichen arbeiten. Der Anspruch auf Betreuung der Kinder setzt unter anderem voraus, dass ihre Tätigkeit zur Aufrechterhaltung des Betriebes zwingend notwendig ist, teilte Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) am Mittwochmorgen mit.

Folgende Bereiche sind betroffen:


  • Gesundheitswesen inkl. Rettungsdienst sowie alle, die zur Aufrechterhaltung der Funktion des Gesundheitswesens notwendig sind, wie Reinigungs- und Verwaltungspersonal sowie sonstiges Personal in Arzt- und Zahnarztpraxen, Laboren, Beschaffung, Apotheken, Arzneimittel- und medizinische Produktehersteller
  • Feuerwehrkräfte
  • Vollzugsdienst der Polizei, Katastrophenschutz
  • Personal, das die Notversorgung in Kita und Schule sichert
  • Ver- und Entsorgung (Strom, Wasser, Energie, Abfall)
  • Justiz (Gerichte, Staatsanwaltschaft, Strafvollzug)
  • stationäre Betreuungseinrichtungen (z. B. Hilfen für Erziehung)
  • ambulante Pflegedienste und stationäre Pflegeeinrichtungen
  • Informationstechnik und Telekommunikation, insbesondere Einrichtungen zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze
  • Ernährung
  • Hygiene (Produktion, Groß- und Einzelhandel) inklusive Zulieferung und Logistik
  • Transport und Verkehr
  • Finanzen – ggf. Bargeldversorgung, Sozialtransfers
  • Öffentliche Behörden von Bund, Land, Kommunen und Sozialversicherungen
  • Medien

Eltern könnten ihre Kinder laut Bildungsbehörde zu den Einrichtungen (Kita oder Schule) bringen, wo diese auch sonst betreut werden. Dort bekommen die Erziehungsberechtigten Formulare, mit denen sie ihre Tätigkeit und Arbeitgeber bestätigen und darlegen, dass beide zwingend zur Aufrechterhaltung des Betriebs gebraucht werden und keine andere Betreuug möglich ist.

Weitere Infos gibt es unter der ab heute gültigen Kita-Schule-Corona-Hotline: 0421 361 10 100.

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