Für mehr Sicherheit: Bau der neuen Polizeiwache am Bahnhof gestartet

  • Bremer Polizei und Bundespolizei bekommen gemeinsame Wache
  • Bundespolizei will im März umziehen
  • Wache ist Teil eines Konzepts, um den Bahnhof sicherer zu machen
Innensenator Ulrich Mäurer am Bremer Hauptbahnhof.

In einem Gebäude neben dem Bremer Hauptbahnhof haben die Bauarbeiten für eine neue Polizeiwache begonnen. Ab dem kommenden Jahr werden sowohl die Bundespolizei als auch die Polizei Bremen dort präsent sein. Am Mittag hatte Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) die Pläne vor Ort erläutert.

In den vergangenen Monaten habe die Polizei am Bahnhof verstärkt Präsenz gezeigt und Fahrzeuge positioniert, sagte Mäurer. Das reiche allerdings nicht aus: "An einem großen Bahnhof wie dem Bremer muss auch eine Polizeiwache präsent sein." Sie habe "eine Signalwirkung für den ganzen Bahnhof". Die neue Wache ist Teil eines Konzepts, das den Bahnhof sicherer machen soll. Dazu gehören auch eine neue LED-Beleuchtung und mehr Überwachungskameras. Die Einrichtung der gemeinsamen Wache kostet 2,5 Millionen Euro in den nächsten 15 Jahren. Die Gesamtkosten des Bahnhof-Programms schätzt Mäurer auf etwa fünf Millionen Euro.

Polizei will im Sommer einziehen

Schon im März will die Bundespolizei ihre Wache von der Nordseite des Hauptbahnhofs an die Vorderseite verlegen. Die Polizei Bremen hofft, im Sommer dort einziehen zu können, wenn die Umbauarbeiten beendet sind. Dann können Bürger dort Anzeigen erstatten, auch die Kontaktpolizisten für den Innenstadtbereich werden dort untergebracht.

Vorläufig belegt die Bremer Polizei nur 500 Quadratmeter in dem Gebäude. Auf lange Sicht soll aber das gesamte Polizeikommissariat Mitte mit rund 250 Beamten vom Wall an den Bahnhof umziehen und mit der Bundespolizei unter einem Dach arbeiten. Das geht aber wohl frühestens in fünf Jahren. Dann will der Investor des Gebäudes neben den Gleisen am Bahnhof einen Neubau schaffen und auch diesen an die Polizei vermieten.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 17. Dezember 2018, 17 Uhr