Ibrahim Miri muss Abschiebung offenbar selbst zahlen

  • Clanmitglied war am Samstag zum zweiten Mal in den Libanon abgeschoben worden
  • Allein dieser Vorgang kostete laut "Bild am Sonntag" etwa 65.000 Euro
  • Kostenbescheid laut Bremer Innenbehörde in Arbeit
Der Angeklagte Ibrahim M. in einem Saal des Bremer Landgerichtes.  (Archivbild)
Ibrahim Miri war im Juli abgeschoben worden und Ende Oktober wieder in Bremen aufgetaucht.

Das libanesische Clanmitglied Ibrahim Miri soll die Rechnung für seine beiden Abschiebungen offenbar selbst zahlen. Nach Informationen der "Bild am Sonntag" arbeiten die Behörden bereits an entsprechenden Kostenbescheiden. Miri war gestern zum zweiten Mal in sein Heimatland gebracht worden.

Das mehrfach vorbestrafte Clanmitglied war schon im Juli abgeschoben worden – im Oktober kam er dann illegal nach Deutschland zurück. Allein diese Abschiebung kostete laut Bild am Sonntag etwa 65.000 Euro – inklusive Flug und Polizeieinsatz. Miri müsse davon aber nur die Hälfte übernehmen, weil ein zweiter Abschiebehäftling an Bord gewesen sei.

Eintreiben muss das Geld laut Gesetz die zuständige Ausländerbehörde in Bremen. Ein Kostenbescheid sei schon in Arbeit und werde dem Anwalt Miris zugestellt, zitiert die Zeitung eine Sprecherin der Bremer Innenbehörde. Miri war am Samstagmorgen den Behörden im Libanon übergeben worden. Einen Tag zuvor hatte das Bremer Verwaltungsgericht einen Eilantrag des Libanesen abgelehnt und den Weg für seine Abschiebung frei gemacht.

Ibrahim Miri in den Libanon abgeschoben

Innensenator Mäurer im Interview.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 24. November 2019, 7 Uhr