Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in Bremen am höchsten

Die Kindernamen Kurtulus, Mark, Aid, Denny und Lena stehen an einer Garderobe in einer Schule
Bild: DPA | Ole Spata
Bild: DPA | Ole Spata
  • Etwa jeder dritte Mensch in Bremen hat ausländische Wurzeln
  • Bundesweit haben 26 Prozent der Menschen ausländische Wurzeln
  • Erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern

Die meisten Menschen mit Migrationsgeschichte leben bundesweit – gemessen am Anteil an der Bevölkerung – weiterhin in Bremen. Hier hat mehr als jeder oder jede dritte ausländische Wurzeln. Deutschlandweit hat nur jeder vierte Mensch einen Migrationshintergrund.

Der Anteil der Menschen mit ausländischen Wurzeln stieg allerdings von rund 18,7 Prozent im Jahr 2009 auf heute 26 Prozent, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Der Anstieg geht in erster Linie auf den Zuzug von Arbeitskräften aus dem europäischen Ausland und die Zuwanderung aus Krisenregionen zurück.

Ballungsräume ziehen Neuankömmlinge besonders stark an

Innerhalb Deutschlands zeigen sich jedoch erhebliche Unterschiede. Während laut Berechnungen des Bundesinstituts beispielsweise 36,5 Prozent der Bevölkerung Bremens einen Migrationshintergrund haben, trifft dies nur auf 7,8 Prozent der Thüringer Bevölkerung zu. In den anderen ostdeutschen Ländern liegen die Anteile nicht viel höher. Dagegen liegt der Migrantenanteil auch in Hamburg mit 33,9 Prozent und Berlin mit 33,1 Prozent relativ hoch.

Große Städte und Ballungsräume ziehen dem BiB zufolge Neuankömmlinge besonders stark an, weshalb der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in den Stadtstaaten höher ist als in Flächenländern. Aber auch wirtschaftlich starke Flächenländer mit großen Verdichtungsräumen und international tätigen Unternehmen wie Hessen mit 34,4 Prozent oder Baden-Württemberg mit 33,8 Prozent haben einen hohen Anteil von Menschen mit ausländischen Wurzeln. Dieser geht auch auf den starken Zuzug von Gastarbeitern und ihrer Familien in den 50er bis 70er Jahren zurück.

Geflüchtete in der Pandemie: "Corona ist eine große Integrationshürde"

Video vom 20. Juni 2021
Der zweite Vorsitzende des Vereins Flüchtling für Flüchtling e.V. Tarek Mezal im Studio von buten un binnen.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 29. Juni 2021, 15 Uhr