Neue Studie: Bremen und Bremerhaven drohen Überflutungen

  • Gefahr des steigenden Meeresspiegels laut Studie größer als bisher angenommen
  • Karte der NGO "Climate Central" zeigt Auswirkungen für das Jahr 2050
  • Mindestens einmal jährlich drohe Bremen und Bremerhaven eine Überschwemmung
Überflutung der Schlachte
Überflutungen, wie hier im Januar an der Bremer Schlachte, wird es laut einer aktuellen Studie in Zukunft häufiger geben als bisher gedacht.

Die norddeutsche Küste könnte in den kommenden Jahrzehnten stärker als gedacht von Überschwemmungen betroffen sein. Das geht aus einer neuen Studie aus den USA hervor. Eine interaktive Karte der Wissenschaftler der Nicht-Regierungsorganisation "Climate Central" zeigt die Auswirkungen für 2050: Danach wären Bremen und Bremerhaven jährlich in Teilen überflutet.

Die Experten haben nach eigenen Angaben festgestellt, dass sich die bisherigen Modelle um mehr als vier Meter verrechnen: Satelliten nehmen die Höhen von Baumkronen und Dächern als Basis, dadurch seien die Küstenlinien bisher falsch berechnet worden. Nach den neuen Daten wären weltweit ohne zusätzlichen Schutz mehrere Hundert Millionen Menschen von Überschwemmungen betroffen.

Experten fordern weitere Untersuchungen

Die für die deutsche Küste zuständigen Wissenschaftler vom Klimabüro in Geesthacht sehen noch keinen akuten Handlungsbedarf. Allerdings fordern sie weitere Untersuchungen, um die Küste besser zu schützen, zum Beispiel durch höhere Deiche oder neue Sperrwerke.

Klimakrise: Was kann der Bürger tun?

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 30. Oktober 2019, 18 Uhr