Bremer Bildungsressort: "Arbeitsmarkt für Lehrer ist wie leergefegt"

  • In Bremen und Bremerhaven sind zurzeit 82 Stellen unbesetzt
  • Durch Quereinsteiger und mehr Referendare habe sich die Situation aber verbessert
  • In Niedersachsen konnten fast 200 Lehrerstellen nicht besetzt werden
Ein leerer Klassenraum mit einer leeren Tafel
Tote Hose: Sowohl in Bremen als auch Niedersachsen fehlen den Schulen die Lehrkräfte. Bild: DPA | Bildagentur-online

Die Schulen in Niedersachsen und Bremen haben weiterhin Probleme, ihre Lehrerstellen zu besetzen. Der Arbeitsmarkt ist seit Jahren wie leer gefegt, klagen die Schulbehörden, während die Schülerzahlen weiter steigen. Die Bundesländer kommen mit der Ausbildung von Lehrkräften nicht hinterher: In der Stadt Bremen sind derzeit 37 Stellen unbesetzt. In Bremerhaven sind 28 Lehrerstellen nicht besetzt. Dazu kommen noch 17 Stellen in Grundschulen, die wegen des Lehrermangels mit ErzieherInnen besetzt wurden. Diese Personen unterrichten nicht, sondern sind unterrichtsergänzend tätig. In der Summe wären das dann 45. in den niedersächsischen Schulen fehlen noch fast 200 Lehrkräfte.

Es bleibe weiterhin schwierig, auf dem Arbeitsmarkt pädagogische Fachkräfte zu finden, so die Sprecherin des Bremer Bildungsressorts. Die bundesweite Konkurrenz um das wenige, freie Fachpersonal sei enorm. Immerhin sei es für Bremen laut der Sprecherin aber leichter geworden, Grundschullehrkräfte anzuwerben. Der Senat hatte im vergangenen Jahr entschieden, dass sie in Zukunft genauso viel Geld bekommen wie alle anderen Lehrkräfte.

Die Fortbildungsprogramme für Seiteneinsteiger laufen indes weiter. Ihre Zahl nimmt an den Bremer Schulen langsam zu. Und auch die Anzahl der Ausbildungsplätze für Referendare wurden erhöht. Zu Beginn dieses Schulhalbjahres fangen insgesamt 190 in der Stadt Bremen an.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei Nachrichten, 5. Februar 2020, 13 Uhr