Bildungsressort prüft, ob Notbetreuungsplätze ausreichen

  • 50-60 Prozent der Notbetreuungsplätze der großen Bremer Träger sind belegt
  • 1.502 Kitakinder sind in Bremen angemeldet – in Bremerhaven sind es 239 Kinder
  • Diese Woche wird beobachtet, ob die Plätze ausreichen
Kindergartenkinder vor einem Buffet
Bei der Kita Bremen sind bereits rund 1.000 Plätze von 2.000 Notbetreuungsplätzen belegt (Symbolbild). Bild: Radio Bremen

Die Stadt Bremen hat ihre Notbeteuung in Kitas und Schulen ausgeweitet. 1.502 Kinder sind im Moment in 221 Kitas angemeldet. Die großen Träger sind somit, was die Plätze für Notbetreuung angeht, zu 50 bis 60 Prozent ausgelastet. Bei der Kita Bremen sind rund 1.000 von 2.000 Plätzen der Notbetreuung belegt, bei der BEK sind es laut der Pressesprecherin der Bildungssenatorin rund 70 Prozent. In der Stadtgemeinde Bremerhaven werden 239 Kinder betreut.

Wir rechnen damit, dass die Anzahl weiter ansteigen wird. In Bremerhaven stoßen wir mit der Fünf-Kinder-Regelung in einer Gruppe etwas schneller an Grenzen, als in Bremen.

Claudia Bogedan, Bildungssenatorin (SPD)

In Schulen sind bisher 463 Kinder in der Stadtgemeinde Bremen angemeldet, davon 428 für Grundschulen. In Bremerhaven sind es 65 Kinder in den Grundschulen. Um verlässliche Zahlen zu haben, müsse diese Woche noch abwarten werden, sagte Senatorin Claudia Bogedan (SPD).

Es bestehe laut Bogedan weiterhin die Möglichkeit, Kinder für die Notbetreuung anzumelden. Die dafür notwendigen Formulare für Kitas sowie für Schule sind auf der Homepage des Bildungsressorts zu finden und können künftig wieder bei der Kita-Leitung abgegeben werden.

Für Kinder, die sich wegen der Coronakrise in "problematischen Lagen" befinden, gilt eine Härtefallreglung. Das teilte das Bildungsressort in einer Pressemitteilung mit. Die gelte beispielsweise für Kinder, die einen hohen Unterstützungsbedarf auf Grund von Armut oder Problemen in der Familie haben. Zudem gelten als Härtefälle Kinder, die in stationären Einrichtungen untergebracht sind und Kinder, die über das Casemanagement des Jugendamtes analog zu den Kindern mit Schutzkonzepten gemeldet werden.

Nach wie vor werden Kinder, deren Eltern in Betrieben der kritischen Infrastruktur tätig sind, vorrangig betreut – auch, wenn nur ein Elternteil in so einem Bereich tätig ist. Jedoch muss auch das zweite Elternteil arbeiten und eine private Betreuung des Kindes nicht möglich sein. Die gleichen Regeln gelten für Alleinerziehende. Die Notbetreuung gilt allerdings nur für Kinder bis einschließlich der sechsten Jahrgangsstufe in Schulen.

Wir appellieren an alle Eltern, hiervon nur bei dringendem Bedarf Gebrauch zu machen, da es sich weiter nur um eine Notbetreuung handeln kann.

Claudia Bogedan, Bildungssenatorin (SPD)

Wenn zu viele Kinder an einer Einrichtung in der Notbetreuung sind, kann es sein, dass die Kinder in eine andere Einrichtung müssen. Dabei werde laut Bildungsressort von den Trägern berücksichtigt, dass die Kinder, die bereits notbetreut werden, sowie Kinder unter drei Jahren in der vertrauten Einrichtung bleiben. In Fällen, in denen Kinder ab drei Jahren in einer anderen Kita betreut werden müssen, sei darauf zu achten, dass für die Kinder vertrautes Personal mit in die anderen Räumlichkeiten mitkommt.

Corona-Krise: Und wer denkt an die Kita-Kinder?

Video vom 19. April 2020
Eine Mutter mit zwei Kindern auf dem Arm telefoniert und sitzt am Laptop.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 19. April 2020, 19:30 Uhr