Unter diesen Auflagen dürfen Bremens Kinos und Theater wieder öffnen

  • Senat erlaubt Öffnung von Kinos, Theatern und Konzerthäusern
  • Ab Freitag sind wieder Veranstaltungen erlaubt
  • Abstand laut Bürgermeister Bovenschulte "entscheidende Vorgabe"
Ein Mann hält in einem Kinosaal eine Rückenlehne in den Händen, um diese zu montieren.
Fertig machen für die Wiedereröffnung: Kinos dürfen in Bremen ab Freitag wieder Zuschauer in die Säle lassen – allerdings unter strengen Regeln. Bild: DPA | Felix Kästle

Auch für Kinos, Theater und Konzerthäuser hat der Bremer Senat Lockerungen beschlossen. Sie dürfen ab Freitag wieder öffnen –allerdings unter strengen Regeln. "Die entscheidende Vorgabe ist, dass der Abstand eingehalten werden muss", sagte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) am Dienstag.

Wenn man jetzt sagt, das sei eine Pseudo-Erlaubnis, dann muss man auch sagen, dass die Abstandsregelungen für Veranstaltungen abgeschafft werden müssten. Und das machen wir nicht, weil das die Grundlage des Infektionsschutzes ist.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)

Die Erlaubnis ist auf 200 Besucher pro Veranstaltung begrenzt. Ein größeres Kino könnte einem Senatssprecher zufolge also auch mehrere Säle nutzen – sofern sicher gestellt ist, dass an Eingang und Popcorn-Ständen keine Staus entstehen. Ansonsten gelten die bereits bekannten Regeln, die auch für andere Branchen gelten. So müssen Besucher unter anderem ihren Namen hinterlegen und während der Veranstaltung auf ihren Plätzen bleiben. Veranstalter müssen ein Hygienekonzept vorlegen.

Clubs und Bars bleiben geschlossen

Wir müssen uns auch darüber Gedanken machen, wie wir der Veranstaltungsbranche in der Zeit nach Corona zu einem Neustart verhelfen können.

Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke)

Für große Konzert-Events oder andere Großveranstaltungen sowie für Clubs und Bars gilt diese Öffnung noch nicht. Da ein Normalbetrieb noch nicht in Sicht sei, müssten für die Branche die Finanz-Hilfen noch länger laufen, sagte Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke). "Klar ist, dass es ohne entsprechende finanzielle Unterstützung viele Clubs schon bald nicht mehr geben wird." Deshalb sei "es zwingend notwendig, dass die Überbrückungshilfen des Bundes auch über den 31. August 2020 hinaus zur Verfügung stehen", so Vogt.

Niedersachsens Kinos dürfen noch nicht öffnen

In Niedersachsen sieht der Stufenplan der Landesregierung keine Öffnung von Kinos vor dem 22. Juni vor. "Im Stufenplan werden die Kinos in einem Atemzug mit Theatern, Opern- und Konzerthäuser, Kulturzentren und ähnliche Einrichtungen genannt", sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums zu buten un binnen. Ob diese Regelung dann wirklich in Kraft tritt, stehe aber noch nicht fest.

Theater und Corona: Wie können Aufführungen in Zukunft aussehen?

Video vom 9. Juni 2020
Eine Bühne, auf der mehrere Darsteller in bunten Kostümen ein Stück proben. Im Hintergrund ist in großen Leuchtbuchstaben der Satz "What is past" zu lesen.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 9. Juni 2020, 18 Uhr