Nach Brücken-Fiasko: Schiffe verlassen Bremerhavener Kaiserhafen

  • Kaiserschleuse läuft im Notbetrieb
  • Autotransporter steckten dort seit Donnerstag fest
  • Defekte Brücke soll abgebaut werden

Bremerhavener Drehbrücke am Kaiserhafen ist schrottreif

Video vom 3. April 2021
Die Drehbrücke im Überseehafen in Bremerhaven. Zwei Kräne und Bauarbeiter stehen davor.
Bild: Radio Bremen

Der Bremerhavener Kaiserhafen ist vorläufig wieder an den Schiffsverkehr angebunden. Es gibt dort inzwischen einen Notbetrieb an der Kaiserschleuse. Zwei Schiffe haben den Hafen inzwischen bereits verlassen, teilte die Hafengesellschaft Bremenports mit. Fachleute hatten in der Nacht zum Ostersonntag die eigentlich wegen Sanierung geschlossene Kaiserschleuse wieder in Gang gesetzt.

Die beiden Autotransporter hatten dort seit Donnerstag festgelegen, weil die zweite Ausfahrt aus dem Kaiserhafen durch einen technischen Schaden verhindert worden war. An einer Drehbrücke an der Nordschleuse war einer der beiden Obergurte gerissen, weitere Stahlteile wurden zerstört.

Der Notbetrieb der Kaiserschleuse soll jetzt bis Ende der Woche laufen. Dann soll die defekte Drehbrücke abgebaut werden und zumindest die Durchfahrt über die Nordschleuse wieder möglich sein.

Noch keine Pläne für neue Brücke

Wann eine neue Brücke gebaut wird, ist laut Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) noch unklar. Bisher sei der TÜV der Meinung gewesen, dass die Brücke noch bis Mitte des Jahrzehnts halten werde. Deswegen gebe es noch keine konkreten Pläne.

Am Kaiserhafen liegen die Lloyd-Werft und mehrere Autoverladeanlagen. Neben Containern ist der Umschlag Tausender Fahrzeuge ein wichtiger Teil des Hafenbetriebs in Bremerhaven.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 4. April 2021, 13 Uhr