Umland-Kommunen starten Impfaktion – Bremen diskutiert noch

Audio vom 14. Juli 2021
Eine Schülerin wird geimpft (Symbolbild)
Bild: DPA | Frank Hoerrmann/Sven Simon
Bild: DPA | Frank Hoerrmann/Sven Simon
  • Niedersachsen will am Wochenende bis zu 27.000 Jugendliche impfen
  • Ob Bremen ein ähnliches Angebot machen will ist noch unklar
  • Impfbereitschaft unter 16- bis 17-Jährigen geringer als erwartet

Im nordwestlichen Niedersachsen wollen sich zahlreiche Kommunen an der Impfaktion des Landes für Jugendliche ab zwölf Jahren beteiligen. Sie können sich am kommenden Sonntag noch vor den Sommer-Ferien gegen Covid-19 impfen lassen. Unter anderen nehmen die Impfzentren Cloppenburg, Cuxhaven, Delmenhorst, Friesland, Osterholz, Wilhelmshaven und Wittmund an der Aktion teil. Alle Jugendlichen sollen den Impfstoff von Biontech erhalten.

In Cuxhaven können sich Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis auch über diese Aktion hinaus im Impfzentrum impfen lassen. Seit einer Woche ist dort eine Kinderärztin mit im Team. Die tatsächliche und letzte Entscheidung über eine Impfung liegt laut Landkreis allerdings bei den Eltern. Für die kommende Woche gibt es dort demnach noch einzelne freie Impftermine. Eltern können ihre Kinder aber auch bei Kinderärzten impfen lassen. Ärzte können Kinder und Jugendliche impfen, müssen es aber nicht.

"Werden Entscheidung nicht übers Knie brechen"

Auch in Bremen wird diskutiert, ob und wie Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ein Impfangebot bekommen könnten, sagt Lukas Fuhrmann, Sprecher des Gesundheitsressorts. Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission gibt es nicht. "Das ist eine vielschichtige Diskussion", sagt Fuhrmann. Unter anderem sei zu klären, wie die Impfzentren vorbereitet werden müssten, man brauche zum Beispiel Kinder- und Jugendärzte. Sollte Bremen sich dafür entscheiden, auch den Jüngeren ein Impfangebot zu machen, seien ähnliche Aktionen wie in Niedersachsen denkbar. "Aber erstmal müssen wir eine Entscheidung treffen, die wir nicht übers Knie brechen werden", sagt Fuhrmann.

Bisher haben in Bremen und Bremerhaven die 16- und 17-Jährigen ein Angebot erhalten, sich in den Impfzentren impfen zu lassen. Sie können sich auch beim Hausarzt impfen lassen. Das Angebot wird laut Fuhrmann bisher aber weniger angenommen als erwartet. "Wir hatten eine höhere Impfbereitschaft erwartet. Bisher haben wir keine 20 Prozent geimpft", so der Ressortsprecher. Diese Zahl bezieht sich auf die im Impfzentrum durchgeführten Erstimpfungen. In Bremerhaven haben laut der Stadt bislang 15 Prozent der 16- und 17-Jährigen das Impfangebot angenommen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 14. Juli 2021, 9 Uhr