Diese 5 Dinge müssen Bremer über Corona-Impfungen beim Hausarzt wissen

Seit Dienstag impfen auch niedergelassene Ärzte gegen Corona. Sollte man nun in den Praxen anrufen? Die Kassenärztliche Vereinigung bittet, darauf zu verzichten.

Video vom 7. April 2021
Ein Frau in medizinscher Schutzkleidung impft einen älteren Mann mit Mundschutz.
Bild: Radio Bremen
Bild: DPA | Oliver Berg

In Bremen dürfen seit Dienstag auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte gegen das Coronavirus impfen. Bei manchen könnte das einen reflexartigen Griff zum Telefon auslösen. Sollte man beim Hausarzt anrufen, um eine Dosis zu ergattern? Welchen Impfstoff haben die Hausärzte eigentlich? Die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Impfstart bei den Hausärzten.

1 Nicht beim Hausarzt anrufen

Bislang ist auch bei den niedergelassenen Ärzten der Impfstoff ein rares Gut. Daher sollen die Ärzte selbst – orientiert an der festgelegten Impfreihenfolge – entscheiden, welche ihrer Patientinnen und Patienten zuerst geimpft werden. Die Praxen melden sich bei den Impfkandidaten, nicht umgekehrt.

Anrufe beim Hausarzt, um nach einem Termin zu fragen, sollten vermieden werden. "Wir möchten alle Bremerinnen und Bremer bitten, das zu lassen! Wir hoffen sehr, dass es nicht zu einer Anrufwelle in den Praxen kommt", sagt Bernhard Rochell, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen.

2 Auch manche Fachärzte impfen

Neben den Hausärztinnen und Hausärzten können auch bestimmte Fachärzte gegen Corona impfen. Zu den Fachärzten, die den Corona-Impfstoff verimpfen dürfen, gehören beispielsweise Gynäkologen, Pneumologen, Internisten und Hämato-Onkologen.

Bislang gibt es laut der Kassenärztlichen Vereinigung noch keine verlässlichen Zahlen dazu, wie viele Praxen in Bremen insgesamt gegen Corona impfen werden. Die KV geht jedoch davon aus, dass fast alle Ärztinnen und Ärzte impfen werden, die dazu berechtigt sind.

3 Hausärzte verimpfen bislang nur Biontech

Vorerst erhalten die niedergelassenen Ärzte nur Impfdosen des Herstellers Biontech/Pfizer. Das liegt daran, dass bislang alle Impfstoffe noch nicht ausreichend vorhanden sind. Die KV hofft, dass bald die anderen Stoffe an die Hausärzte geliefert werden können, auch AstraZeneca. "Insofern wäre es auch wünschenswert, dass wir – trotz der geltenden Einschränkungen – den Impfstoff von AstraZeneca einsetzen könnten", sagt Rochell. "Wir haben großes Vertrauen in unsere Zulassungsbehörden."

4 Hausarzt und Patient: besondere Beziehung hilft

Der Hauptgrund für die neue Regelung ist die Beziehung zwischen Hausarzt und Patient. "Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte kennen ihre Patienten und die Entwicklungen ihrer Krankheiten aus dem langjährigen Erleben und nicht bloß aufgrund einer Befragung aus Anlass der Impfung", so Rochell. So könnte in einer Beratung noch besser über Ängste oder Sorgen gesprochen werden als in einem Impfzentrum.

5 Die Impfreihenfolge gilt weiterhin

Auch die Hausärzte müssen sich an die Regelungen der Impfreihenfolge halten. Sie sollen sich vor allem auf Personen konzentrieren, die sich in häuslicher Pflege befinden oder nicht mehr mobil sind. Außerdem können Begleitpersonen dieser pflegebedürftigen Menschen geimpft werden. Die gynäkologischen Praxen sind für die Impfung zweier Bezugspersonen von Schwangeren zuständig.

Bremens Hausärzte bereiten sich auf Corona-Impfungen vor

Video vom 6. April 2021
Ein Apotheker zeigt den Corona Impfstoff der an die Hausärzte verteilt werden soll.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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  • Alexander Schnackenburg Autor

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 7. April 2021, 19:30 Uhr