Abgebranntes Bremer Modehaus Harms: Versicherung übernimmt Schaden

  • Versicherung kommt für Schaden nach Brand des Modehauses Harms auf
  • Insolvenzverwalter und Versicherung einigten sich auf eine Summe
  • Versicherung hatte sich zuvor geweigert, zu zahlen
Fassade eines Geschäfshauses nach einem Feuer
Das Gebäude konnte nicht gerettet werden.

Knapp viereinhalb Jahre nach dem Brand im Bremer Textilkaufhaus Harms am Wall kommt die Versicherung für den entstandenen Schaden auf. Der Insolvenzverwalter des Geschäfts konnte sich vor dem Landgericht Bremen mit Vertretern der Basler Versicherungen auf eine Summe einigen.

Harms am Wall hatte nach dem Feuer im Mai 2015 Insolvenz angemeldet. Die Versicherung hatte sich ursprünglich geweigert, den Brandschaden zu begleichen. Der Harms-am-Wall-Inhaber Hans Eulenbruch war zwar 2017 vom Vorwurf der Brandstiftung freigesprochen worden. Die Versicherung nahm trotzdem weiter an, dass er verantwortlich war für das Feuer und wollte deshalb nicht zahlen.

Millionenzahlung geht an den Insolvenzverwalter

Jetzt haben sich beide Seiten auf die Hälfte der ursprünglichen geforderten fünf Millionen Euro geeinigt. Das Geld zahlt die Versicherung aber nicht an Eulenbruch, sondern an den Insolvenzverwalter. Das Gericht hatte dringend zu einem Vergleich geraten, um einen möglichen jahrelangen Rechtstreit zu verhindern. Mit dem Vergleich ist die juristische Aufarbeitung des Feuers bei Harms am Wall endgültig abgeschlossen.      

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 12. September 2019, 19:30 Uhr