Bremen will eine halbe Milliarde Euro in Ausbau der Häfen investieren

Video vom 26. Mai 2021
Blick auf das Hafengebiet bei Nacht.
Bild: Imago | photothek
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  • In den kommenden zehn Jahren sind 50 Millionen Euro pro Jahr vorgesehen
  • Bis 2022 soll ein neues Hafenkonzept entwickelt werden
  • Das Konzept soll bis in die 2030er-Jahre tragen

Bremen will in den kommenden zehn Jahren eine halbe Milliarde Euro in den Ausbau der Häfen stecken. Das sagte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte bei einer Pressekonferenz, bei der er gemeinsam mit Bremens Häfensenatorin Claudia Schilling und Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (alle SPD) sowie weiteren Beteiligten aus dem Häfensektor ein neues Konzept für die bremischen Häfen ankündigte. Das neue Konzept soll bis 2022 mit zahlreichen Beteiligten der Hafenwirtschaft erarbeitet werden und bis in die 2030er-Jahre tragen.

Die Häfen sind für Bremen nicht alles, aber ohne Häfen ist alles nichts.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte im Interview bei buten un binnen.
Andreas Bovenschulte (SPD), Bremens Oberbürgermeister

Konkurrenz ist stark

Besonders Rotterdam und Antwerpen machen den bremischen Häfen zunehmend Konkurrenz, so Bovenschulte. Auch der immer stärker werdende asiatische Markt sowie die Digitalisierung und Automatisierung der Arbeit seien große Herausforderungen. Zudem müsse der Klimaschutz berücksichtigt werden. "Nur grüne Häfen können in den nächsten Jahrzehnten wirtschaftlich erfolgreich sein", sagte er.

Deshalb warb Bovenschulte für einen Verbund der Häfen in der Deutschen Bucht. Bremerhavens Oberbürgermeister Grantz sagte mit Blick auf die Verhandlungen zwischen Eurogate und der Hamburger Hafen und Logistik (HHLA), diese müssten auf Augenhöhe laufen.

"Weservertiefung ist unverzichtbar"

Bovenschulte kündigte an, dass die fünf Kilometer lange Stromkaje in Bremerhaven ebenso saniert werden solle wie die Hafenanlagen in der Stadt Bremen. Zudem soll die Container-Abfertigung weiter automatisiert werden. Er betonte außerdem, dass die Weservertiefung vor Bremerhaven unverzichtbar sei, damit große Schiffe einlaufen können. Auch der Kreuzfahrtterminal in Bremerhaven muss laut Bremens Landeschef modernisiert werden, um gestärkt aus der Pandemie hervorzugehen.

Bremerhaven und Bremen sind nach Frachtumschlag die zweit- und drittgrößten deutschen Häfen hinter Hamburg. Mehrere Zehntausend Arbeitsplätze in Bremen hängen direkt oder indirekt von den Häfen ab.

Bremen will ein neues Hafenkonzept entwickeln

Blick auf das Hafengebiet bei Nacht.
Bild: Imago | photothek
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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 26. Mai 2021, 19:30 Uhr