Bremen fordert Beteiligung von Niedersachsen an Geburtskliniken

  • Etwa 30 Prozent der Frauen in Bremer Geburtskliniken kommen aus Niedersachsen
  • Hebammen und Kliniken fordern Kostenbeteiligung von Niedersachsen
  • Niedersachsen erteilt Bremen jedoch eine Absage
Ein Frühchen liegt auf der Fühchenstation. Das Mädchen steht kurz vor der Entlassung.
Die Kliniken und Hebammen fordern, dass sich Niedersachsen an den Kosten für Bremer Geburtshäuser beteiligt. Bild: DPA | Juergen Berger

Niedersachsen soll sich an den Investitionskosten für die Geburtshilfe-Stationen in den Bremer Krankenhäusern beteiligen. Das haben erneut der Bremer Hebammen-Landesverband und die städtischen Kliniken in Bremen gefordert. Da viele Geburtshilfestationen in Niedersachsen geschlossen seien, kämen immer mehr Schwangere nach Bremen. Deshalb würden die Bremer Geburtskliniken am Limit arbeiten.

Etwa 30 Prozent der Frauen in Bremer Geburtskliniken kommen aus Niedersachsen. Das hat eine buten un binnen-Umfrage in den Bremer Kliniken ergeben. Es wäre daher gerecht, wenn sich Niedersachsen an den Investitionen für die Bremer Geburtshilfestationen beteiligen würde, sagt Jutta Dernedde, Geschäftsführerin der städtischen Kliniken in Bremen. Heike Schiffling, Chefin beim Bremer Hebammenlandesverband stimmt dem zu.

Niedersachsen sieht keinen Grund, sich an Kosten zu beteiligen

Bisher waren die Verhandlungen mit Niedersachsen in Sachen Geburtshilfe aber fruchtlos, sagt die Bremer Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard. Man sollte es aber nochmals probieren, findet sie.

Von der niedersächsischen Gesundheitsministerin, Carola Reimann, kommt auf Anfrage von buten un binnen allerdings eine Absage: In einer Stellungnahme schreibt sie, dass die Versorgung in Niedersachsen ausreichend sei. Die Mütter würden selbst entscheiden, in Bremer Kliniken zu gehen. Das rechtfertige aber nicht, dass Niedersachsen sich an den Kosten für die Geburtshilfe in Bremen beteiligen müsse, so Reimann.

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Autorin

  • Kirsten Rautenberg

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 11. Oktober 2019, 6 Uhr