Fluglotse krank – Bremer Tower musste zeitweise geschlossen werden

  • Krankheitsfälle und Elternzeit sorgen für Personalengpass
  • Fünf Flugzeuge mussten warten
  • Nur Flüge von Bremen aus waren betroffen
Ein Vorfeld-Mitarbeiter steht vor einem Flugzeug am Flughafen Berlin Schoenefeld und hält die Arme weit auseinander, um das Flugzeug einzuweisen.
Vollbesetzt, startbereit, abwartend: Wegen einer gesetzlich vorgeschriebenen, halbstündigen Pause für den diensthabenden Fluglotsen und mangelndem Ersatz ging es erst später los. Bild: Imago | Photothek

Fünf Flugzeuge haben am frühen Morgen am Bremer Flughafen insgesamt dreieinhalb Stunden auf ihren Abflug gewartet. Der Grund war ein krankheitsbedingter Fluglotsen-Ausfall bei bereits knapp kalkuliertem Dienstplan. Einer der Fluglotsen hatte sich morgens krank gemeldet, zudem fehle Personal, das sich in der Elternzeit befinde, sagte Anja Naumann, Pressesprecherin der Deutschen Flugsicherung in Bremen (DFS). Von 6 Uhr bis 7 Uhr musste der Tower deshalb geschlossen werden. Um 10 Uhr wurde der Tower dann für eine weitere halbe Stunde gesperrt, um dem Fluglotsen seine vorgeschriebene Pause zu ermöglichen. Betroffen waren nur Abflüge, keine Landungen.

Der Tower ist momentan generell sehr knapp besetzt. Wir arbeiten daran, dass das bald ein Ende hat.

Anja Naumann, Sprecherin der Deutschen Flugsicherung in Bremen

In den nächsten Tagen seien weitere Engpässe nicht auszuschließen, schließlich müssten vorgeschriebene Pausenzeiten eingehalten werden. Laut Naumann werden im Herbst zwei Auszubildende fertig und voll einsetzbar sein. Dadurch werde sich die Personallage verbessern.

Zudem betonte die Sprecherin der Flugsicherung, dass es sich um einen Personalengpass im Bremer Tower handelt, nicht jedoch im Area Control Centre, das ebenfalls in Bremen liegt und für den gesamten norddeutschen Luftraum verantwortlich ist. Auswirkungen auf diesen gebe es also keine.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Nachrichten, 15. Mai 2019, 13 Uhr