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Sieling will die Domsheide umbauen

  • Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) will Domsheide umgestalten
  • Unter anderem könnten Haltestellen zusammengelegt werden
  • Mittel sollen im Doppelhaushalt 2020/2021 eingeplant werden
Die Bahnhaltestelle Domhsheide

Die Domsheide ist ein zentraler Punkt in Bremen: Tausende steigen hier täglich in Bus und Bahn ein oder um, sie ist das Tor zum Domshof und der Vorhof zum Konzerthaus Glocke. Besonders schön ist sie aber nicht – das will Bürgermeister Carsten Sieling ändern. Deshalb wurde eine Arbeitsgruppe zur Umgestaltung der Domsheide ins Leben gerufen.

Die verschiedenen Akteure – unter anderem Stadtplaner, BSAG, Vertreter der Glocke und der Ressorts – sollen erarbeiten, wie die Domsheide zu einer "Visitenkarte" für Bremens Innenstadt werden kann, sagte Sieling im Gespräch mit buten un binnen.

Die Domsheide ist ungeordnet, es ist kein Platz – obwohl es eine Drehscheibe unserer Stadt ist.

Carsten Sieling, Bürgermeister

Um die Situation zu verbessern, stünden verschiedene Maßnahmen zur Debatte. So solle geprüft werden, ob man die Haltestellen vor dem Postamt zusammenlegen könnte – aktuell halten sowohl vor dem Postamt als auch direkt an der Domsheide Busse und Bahnen. Durch eine Zusammenlegung würde mehr Platz geschaffen. Die Situation für Fußgänger und Radfahrer solle verbessert werden. Außerdem könnten sogenannte Flüsterschienen verlegt werden, damit die Lärmbelastung in der Glocke und im Gericht geringer wird.

Was passiert mit dem Kirkeby-Turm?

Außerdem sei zu überlegen, was mit dem Turm passiert, der 1988 vom Künstler Per Kirkeby an der Domsheide erbaut wurde. Dieser wurde ursprünglich als Leitstelle der BSAG genutzt, heute beherbergt er technische Geräte. "Der Turm ist ein Kunstwerk, man muss sensibel damit umgehen", sagte Bauressort-Sprecher Jens Tittmann. Insgesamt solle die Situation an der Domsheide entzerrt und mehr Aufenthaltsqualität geschaffen werden.

Wann es mit der Umgestaltung losgehen könnte, steht noch nicht fest – Sieling wünscht sich eine schnelle Verbesserung. Ab 2020 gebe es mehr finanzielle Möglichkeiten, die Domsheide solle in die Verhandlungen für den nächsten Doppelhaushalt 2020/2021 aufgenommen werden.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 10. September 2018, 19:30 Uhr