Bremer Dom mit Farbe beschmiert

  • Unbekannte haben Schriftzug und Symbole gesprüht
  • Otto-von-Bismarck-Denkmal mit Farbbeuteln beworfen
  • Staatsschutz ermittelt auch zu Fällen in Niedersachsen
Die Außenwand des Bremer Doms, die mit roter Farbe beschmiert wurde.

Der Bremer Dom ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mit Farbe beschmiert worden. Unbekannte Täter sprühten auf der Nordseite des Doms den Schriftzug "Tot dem deutschen Imperialismus" und die Symbole Hammer und Sichel auf einer Länge von circa fünf Metern, teilte die Polizei mit. Der Schriftzug wurde in roter Farbe gesprüht.

Des Weiteren wurden mehrere rote Farbbeutel an das Otto-von-Bismarck-Denkmal geworfen. Anschließend flüchteten die Täter. Der Staatsschutz der Polizei Bremen hat die Ermittlungen aufgenommen.

Ähnliche Vorfälle in Niedersachsen

In Niedersachsen hat es ähnliche Vorfälle gegeben: Am Mittwoch sind im Landkreis Lüchow-Dannenberg in Güstritz Gedenksteine mit Farbe beschmiert worden, wie die Polizei mitteilte. Es entstand ein Sachschäden in Höhe von mehr als 2.000 Euro. Der Staatsschutz ermittelt. In Nordenham (Landkreis Wesermarsch) wurde Anfang September eine Moschee beschmiert. Die Fassade wurde mit ablehnenden Schriftzügen besprüht, wie die Polizei Delmenhorst mitteilte. In der Nacht zu Mittwoch hatten Unbekannte nun ein weiteres Gebäude mit dem Schriftzug "Die Moschee war der Anfang" beschmiert.

Polizei prüft Zusammenhänge

"Von den Taten in Niedersachsen haben wir Kenntnis", sagte eine Sprecherin der Bremer Polizei zu buten un binnen. Zu den niedersächsischen Vorfällen liege ein Bekennerschreiben vor, hieß es weiter. Ob es Zusammenhänge zu Bremen gibt, wird derzeit geprüft.

Hinweise zum Tathergang nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 362-3888 entgegen.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 4. Oktober 2018, 19:30 Uhr