Bilanz der DLRG: In Bremen ertranken 2017 weniger Menschen

  • 2017 ertranken in Bremen zwei Menschen, sieben weniger als noch 2016
  • Das besagt die Bilanz der Rettungsschwimmer der DLRG
  • Bundesweit starben 404 Menschen durch Ertrinken
DLRG Rettungsschwimmer mit einem Surfboard.
Bild: Imago | Jens Koehler

Auch in niedersächsischen Gewässern sind vergangenes Jahr weniger Menschen ertrunken als 2016. Dies teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Bremen mit. In Niedersachsen starben 55 Menschen im Wasser, 21 weniger als im Jahr zuvor. Die verbesserte Bilanz komme vermutlich durch das schlechte Wetter 2017 zu Stande, so die DLRG. DLRG-Sprecher Achim Wiese sagte: "2017 gab es ja keinen Sommer. Daher gingen auch weniger Leute ins Wasser und ertranken."

In diesem Jahr seien bereits wieder viele Menschen ertrunken, sagte er, ohne genaue Zahlen zu nennen. Bundesweit retteten die Helfer 756 Menschen, das waren 214 mehr als noch ein Jahr zuvor. Zahlen für die Bundesländer konnte die DLRG nicht nennen. 404 Menschen ertranken bundesweit. Wiese warnte: "Deutschland entwickelt sich zum Nicht-Schwimmer-Land." Bei jedem 15. Geretteten mussten die Helfer bundesweit im vergangenen Jahr zudem ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen.

Viele Eltern haben den Irrglauben, dass ihr Kind schwimmen kann», sagte Wiese. «Aber mit einem Seepferdchen-Abzeichen ist man noch kein sicherer Schwimmer.

Achim Wiese, Sprecher DLRG

60 Prozent der Zehnjährigen hätten hier Defizite. Ein Grund sei, dass jede vierte Schule keinen Zugang zu einem Bad hat. Die DLRG stellte am Donnerstag auch ein neues Kindersucharmband vor. Kinder können es an Seen und am Strand anziehen und wenn sie verloren gehen, können sie sich an einen DLRG-Retter wenden. Der kann anhand einer Nummer auf dem Band die Eltern anrufen oder ihren Strandkorb finden.

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 14. Juni 2018, 18 Uhr