Die 7 größten Stromfresser im Haushalt

Gerade haben einige Stromanbieter in der Region angekündigt, ihre Preise zu senken. Am meisten sparen können Verbraucher aber, wenn sie ihr eigenes Verhalten anpassen.

Glühbirne
Einen der schlimmsten Stromfresser von allen hat die EU schon 2009 verboten: die Glühlampe. Ihr Problem ist, dass sie lediglich fünf Prozent der Energie in Licht umwandelt. Der Rest verpufft als Wärme. Bild: Imago | Hans-Günther Oed

SWB und Ewe geben ihre gesunkenen Kosten bei der Netznutzung an die Kunden weiter. Allerdings sind die Einsparungen gering: Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 1.900 Kilowattstunden sparen Verbraucher 10 Euro im Jahr – das sind lediglich 80 Cent im Monat.

Für die Verbraucherzentralen lässt sich nur schwer beurteilen, ob diese Preissenkungen angemessen sind. Annabel Oelman von der Verbraucherzentrale Bremen sagt: "Wir wissen nicht, wie viel die Energieversorger tatsächlich einsparen." Für die Verbraucher sei vor allem wichtig, dass der Preis zumindest ein wenig sinke und nicht steige. Für manche Nutzer – vor allem solche mit sehr alten Verträgen – lohnt sich der Wechsel zu einem anderen Anbieter. Am meisten sparen können Verbraucher aber, wenn sie ihr eigenes Verhalten anpassen.

1 Warmwasser

Falls in Ihrem Haushalt das Wasser mit Strom erwärmt wird, ist das mit großer Sicherheit Ihr Stromfresser Nummer eins. Mindestens ein Drittel Ihres Stromverbrauchs geht dann allein auf das Konto der Warmwasserbereitung. Hier können Sie am meisten sparen, wenn alte Geräte durch moderne, elektronisch geregelte Modelle ersetzt werden.

2 Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik

Je nachdem, wie viele Geräte sie in Ihrem Haushalt haben, verbrauchen Fernseher, Computer, Drucker und Router zusammen viel Strom. Wenn Sie eines dieser Geräte neu kaufen, lohnt es sich deshalb besonders, hier auf das EU-Effizienlabel zu achten. Auf diesem Aufkleber steht, wie energiesparend der neue Fernseher ist. Die Klassen reichen mittlerweile von A+++ bis D. Ein Gerät mit A+++ ist rund ein Viertel effizienter als ein Gerät mit A++. Auch wichtig: Aktivieren Sie Stand-by-Funktionen und trennen Sie Geräte wenn möglich nachts ganz vom Netz.

Ein Kühlschrank mit einem Zettel verschiedener Energieeffizienzklassen.
So sehen die europäischen Energie-Effizienzlabel aus. Jedes Grad weniger im Kühlschrank steigert übrigens den Stromverbrauch um sechs Prozent. Bild: DPA | Blickwinkel

3 Kühlen und Gefrieren

Kühl- und Gefriergeräte sind in den allermeisten Haushalten im Dauereinsatz: Sie sind rund um die Uhr, jeden Tag des Jahres am Netz – und verbrauchen entsprechend Energie. Sie können den Stromverbrauch senken, indem Sie die Temperatur senken. Im Kühlschrank reichen 7 Grad Celsius im mittleren Fach aus, um ihre Nahrungsmittel frisch zu halten. Im Gefrierschrank sind es -18 Grad.

4 Kochen

Auch Herd und Backofen sind Stromfresser. Hier sparen Sie am meisten Energie, wenn Sie die Energieverluste an die Umgebung so gering wie möglich halten – im Idealfall sollten also nur die Lebensmittel erhitzt werden. Wer mit Deckel kocht, braucht nur ein Viertel so viel Energie wie ohne. Auch Backen mit Umluft spart Energie im Vergleich zur Ober- und Unterhitze. Die Verbraucherzentrale rät außerdem, den Backofen rechtzeitig auszuschalten und Restwärme zu nutzen.

5 Beleuchten

In den meisten Haushalten lässt sich bei Lampen und Leuchten noch einiges an Strom sparen. Die moderne Leuchtdioden (LED) verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger als konventionelle Glühlampen. Außerdem haben sie eine deutlich längere Lebensdauer. Auch im Vergleich mit Halogen- oder Energiespar-Lampen verbrauchen LED weniger. Sie sparen zusätzlich, wenn Sie Lampen nur dann anschalten, wenn Sie sie tatsächlich brauchen.

6 Spülen

Tatsächlich ist eine Spülmaschine umweltfreundlicher und kostengünstiger als mit der Hand zu spülen – allerdings nur, wenn Sie die Maschine komplett voll machen. Spülgänge mit Temperaturen von 50 oder 55 Grad reichen aus, um normale Verschmutzungen zu entfernen. Einmal im Monat befreit ein Spülgang bei 60 Grad Celsius die Maschine von Fettablagerungen.

7 Trocknen und Waschen

Vor allem Trockner gehören in deutschen Haushalten zu den größten Stromfressern überhaupt. Wenn Sie nicht darauf verzichten können, können Sie trotzdem dafür sorgen, dass das Trocknen so wenig Energie wie möglich braucht. Am wichtigsten dafür: eine hohe Schleuderleistung der Waschmaschine. Dann hat der Trockner hinterher weniger zu tun. Bei der Waschmaschine sollten Sie außerdem darauf achten, sie voll zu beladen. Vorwaschgänge sind meist nicht nötig. 60 Grad sind für die meisten Wäschearten völlig ausreichend.

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  • Sarah Kumpf

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 8. Dezember 2017, 23:20 Uhr