Trotz Corona viel zu tun – Seenotretter helfen fast 3.500 Menschen

  • 360 Menschen wurden im vergangenen Jahr aus akuter Seenot gerettet
  • 1.720 Einsätze auf Nord- und Ostsee
  • Knapp 400 Einsätze weniger als im Vorjahr
Ein Seenotrettungskreuzer fährt bei starkem Wind und dunklen Regenwolken auf die Ostsee vor Warnemünde hinaus.
Wenn das Wetter auf See für andere zu ungemütlich wird, müssen die Rettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger trotzdem auslaufen. Bild: DPA | Bernd Wüstneck

Die Zentrale der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen hat 2020 gut 1.700 Einsätze koordiniert. Die Helfer retteten 360 Menschen aus akuter Seenot. Das teilten die Seenotretter in ihrer Jahresbilanz mit. Zu Hilfe kamen die Seenotretter Fischern, Windparkversorgern, Seeleuten von Handelsschiffen, Passagieren von Fähren sowie vielen Wassersportlern und Küstenbesuchern.

Insgesamt fuhren die Seenotretter in ihren rund 60 Rettungskreuzern und -booten 1.720 Einsätze auf Nord- und Ostsee. Das waren knapp 400 weniger als im Jahr 2019. Grund ist laut DGzRS die Corona-Pandemie: 2020 waren deutlich weniger Schiffe auf Nord- und Ostsee unterwegs und die Wassersportsaison begann später als sonst. Die DGzRS finanziert sich ausschließlich aus Spenden.

Retter zur See – 100 Jahre DGzRS (1965)

Video vom 29. Mai 1965
Boot der DGzRS auf See
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 15. Januar, 13 Uhr