Feuerwerk und Tiefkühlkost: So betrifft Corona Firmen in Bremerhaven

Das Coronavirus betrifft Bremerhavener Firmen, die aus China importieren direkt. Beim Feuerwerkshersteller Comet gab es Werksschließungen, Tiefkühlproduzent Frosta ist vorbereitet.

Aufeinandergestapelte Container im Hafen
800 Container mit Feuerwerkskörpern erwartet die Bremerhavener Firma Comet aus China. Derzeit kommt es zu Produktionsrückständen.

In China breitet sich das Coronavirus immer weiter aus und legt den öffentlichen Alltag lahm. Das hat auch Auswirkungen auf die Produktion für deutsche Firmen. In Fabriken, die Feuerwerkskörper für Comet in Bremerhaven herstellen, hat es bereits Produktionsstopps gegeben. Das sagte eine Firmensprecher zu buten un binnen. "Aus zurückliegenden Gesprächen wissen wir, dass unsere chinesischen Partner in ihren Produktionsstätten Maßnahmen ergriffen haben, um ihre Mitarbeiter zu schützen", so der Sprecher. "Dazu gehören auch kurzfristige Werksschließungen." Wie viele Unternehmen der pyrotechnischen Branche, importiert Comet aus dem asiatischen Raum. Im Zuge der Corona-Epidemie beobachte man kontinuierlich die Entwicklungen bei den Produzenten und Partnern, so der Comet-Sprecher.

Videokonferenzen statt Dienstreisen

Das Ganzjahres- und Silvesterfeuerwerk des Unternehmens werde hauptsächlich in den Provinzen Hunan und Jiangxi produziert. Während einzelne Fabriken in Hunan die Produktion dieser Tage wieder aufnähmen, hielte der Produktionsstopp in Jiangxi weiter an. Dort würde noch die Freigabe der Regierungsbehörde gewartet. Der Austausch der Comet-Mitarbeiter mit seinen chinesischen Partnern fände primär telefonisch oder per Videokonferenz statt, sagte der Sprecher. Dienstreisen nach China habe es seit dem Ausbruch des Coronavirus nicht gegeben. Produktionsrückstände seien aufzuholen, das sei Comet von seinen Partnern vor Ort mitgeteilt worden. "Wir gehen also weiterhin davon aus, dass die von uns getätigten Bestellungen, die für das Jahr 2020 bereits 2019 in Auftrag gegeben wurden, fristgerecht ausgeliefert werden." Lieferungen würden zwischen dem späten Frühjahr und Ende November über den Hamburger Hafen erwartet.

Rezepturänderungen sind denkbar

Beim Bremerhavener Lebensmittelhersteller Frosta gebe es bis jetzt keine Probleme, teilte das Unternehmen auf Nachfrage mit. Für seine Gerichte bezieht Frosta zum Beispiel Knoblauch aus China. Bis zum Sommer seien ausreichend Zutaten vorrätig. Bei Lieferengpässen könne es anschließend dazu kommen, dass Rezepturen verändert werden müssten. Comet erwarte insgesamt 800 Container mit Ganzjahres- und Silvesterfeuerwerk für dieses und kommendes Jahr, so der Firmensprecher. "Nach den uns derzeit vorliegenden Informationen erwarten wir keinerlei Auswirkungen durch das Coronavirus auf das Silvestergeschäft. Silvester ist also gesichert."

Autor

  • Joschka Schmitt

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 26. Februar 2020, 11 Uhr