Bremen reagiert mit Hotline und zentraler Anlaufstelle auf Coronavirus

  • Anlaufstelle ist für Menschen, die Ansteckung vermuten
  • Standort wird in den nächsten zwei Tagen bekanntgegeben
  • Bürger-Hotline 115 informiert über Coronavirus in Bremen
Ein Schild für Corona Verdachtsfälle vor einer Notaufnahme.
Um Krankenhäuser zu entlasten, soll die zentrale Anlaufstelle sich um Bremer kümmern, die befürchten, sich mit dem Virus infiziert zu haben. Der Standort wird noch bekanntgegeben. Bild: Imago | photonews.at

Bremen reagiert auf die aktuelle Lage in Sachen Coronavirus mit einer eigenen Anlaufstelle sowie einer Telefonhotline. Damit wolle man vor allem die bisherigen Anlaufstellen wie Bremer Krankenhäuser und Arztpraxen entlasten, erklärte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) am Montagnachmittag auf einer Pressekonferenz.

Bremer, die befürchten, sich mit dem Virus angesteckt zu haben, könnten bei der Anlaufstelle vorständig werden. Ob besagte Anlaufstelle in der Klinik oder beim Gesundheitsamt stationiert wird, ist aber noch nicht klar. Das werde laut Senatorin innerhalb der nächsten zwei Tage verkündet. Grundsätzlich sollen aber weiter die Hausärzte die ersten Ansprechpartner bleiben, so Bernhard.

Wir haben uns das im Grunde genommen als Auffanglösung überlegt. Weil wir ja auch nicht möchten, dass die Ambulanzen überfordert werden, die ja auch noch viele andere Fälle zu bedienen haben.

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhardt steht vor einem Fenster
Claudia Bernhard (Linke), Gesundheitssenatorin

Seit dem Vormittag ist außerdem eine Bürger-Hotline freigeschaltet. Unter der Telefonnummer 115 bekommen Bürger aus Bremen und Bremerhaven Informationen von speziell geschulten Mitarbeitern zum Coronavirus und entsprechenden Schutzmaßnahmen.

Bei der Pressekonferenz blieb Bernhard bei ihrer Aussage vom Wochenende: "Wir haben in Bremen nach wie vor alles gut im Griff." Das Gesundheitsamt sei gut aufgestellt. Pläne, Veranstaltungen abzusagen, gebe es bisher nicht, ebenso gebe es keinen Grund für Hamsterkäufe. Nichtsdestotrotz mahnte sie, dass niemand garantieren könne, wie sich die Situation weiterentwickelt.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 2. März 2020, 19:30 Uhr