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Corona-Ticker (27. März): Weiterer Bremer an Coronavirus gestorben

Insgesamt steigt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf 263. Zudem gibt es einen zweiten Todesfall. Ein Bremer starb auf Kreta an den Folgen der Erkrankung. Die Entwicklung im Liveticker.

Blutproben für einen Corona-Test in einem Labor.
Die Zahl der Corona-Fälle im Land Bremen steigt weiter an. Bild: Reuters | Axel Schmidt

+++ Bremen will Pflegeeinrichtungen mit Schutzausrüstung versorgen +++

Bremen will Pflegeheime und -dienste schnell mit weiterer Schutzausrüstung versorgen. In Bremer Heimen hätten sich inzwischen 25 bis 26 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, sagte Sozial-Staatsrat Jan Fries buten un binnen. Ungefähr zwei Drittel davon seien Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch bei Pflegekräften sei das Virus festgestellt worden.

"In die betreffenden Einrichtungen gehen wir zusammen mit dem Gesundheitsamt und unserer Wohn- und Betreuungsaufsicht rein, um noch mal zu gucken: Werden da alle Hygienestandards eingehalten?", sagte Fries. Nun müsse geschaut werden, "dass auf jeden Fall diese Einrichtungen, aber auch die ambulanten Pflegedienste, die solche Personen pflegen, zuerst ausgestattet werden."

+++ Gesundheitsamt verzeichnet immer mehr Corona-Infizierte +++

Demnach steigt in der neusten amtlichen Erhebung die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf 263, ein Anstieg von 19 infizierten Personen. In der Stadt Bremen sind es aktuell 247 Fälle, in Bremerhaven 16. Ein Mann aus Bremen ist auf der griechischen Insel Kreta an den Folgen der Erkrankung gestorben. Er ist der zweite Bremer, der an dem Corona-Virus gestorben ist.

+++ Große Bereitschaft zum Blutspenden +++

In den vergangenen Tagen äußerte das Deutsche Rote Kreuz die Sorge, dass es in Folge der Ausgangsbeschränkungen weniger Blutspender geben könnte. Bei einer Blutspende-Aktion in Findorff war nun das Gegenteil der Fall: Vor dem Gemeindehaus der Martin-Luther-Gemeinde bildete sich eine etwa 150 Meter lange Schlange mit Menschen, die Blut spenden wollten. Einen angemessenen Abstand hielten die wartenden Blutspender in der Schlange ein. Helfer der Aktion erklärten, dass sie einen solchen Ansturm noch nie erlebt hätten.

+++ Sozialressort will Geflüchtete verlegen +++

Das Bremer Sozialressort will weitere Geflüchtete aus der zentralen Aufnahmestelle in Vegesack in andere Einrichtungen verlegen. Damit reagiert die Behörde auf Sorgen vor einem Coronavirus-Ausbruch in der Aufnahmestelle. 100 der noch 575 Bewohner sollen nun in die Jugendherberge in der Bremer Innenstadt umziehen. Weitere 300 Geflüchtete könnten in den kommenden Wochen in Übergangswohnheimen untergebracht werden, erklärte das Sozialressort.

+++ Auch Niedersachsen verschiebt Abschlussprüfungen an den Schulen +++

Die Abschlussprüfungen an den Schulen in Niedersachsen werden wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Das gab Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Freitag bekannt. Die Abiturklausuren werden vom 11. Mai an geschrieben und damit drei Wochen später als geplant. Die Abschlussarbeiten der 9. und 10. Klassen beginnen am 20. Mai. Trotz der Terminverschiebung können die Bewerbungsfristen für die Hochschulen eingehalten werden, versichert das Kultusministerium.

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Bereits am Freitagmorgen hatte Nordrhein-Westfalen angekündigt, die Abiturprüfungen zu verschieben. Bremen will für seine Schulen vorerst an dem bisherigen Zeitplan für alle Abschlussprüfungen festhalten. Es verschiebt seine Prüfungstermine vorerst nicht. So ist weiterhin geplant, die Abiturklausuren am 22. April zu beginnen

+++ Kurzarbeit am Flughafen Bremen +++

Die Einschränkungen wegen des Coronavirus haben zu einem massiven Einbruch im Flugverkehr geführt. Am Bremer Flughafen rollen aktuell gar keine Flugzeuge mehr an, wie Pressesprecherin Andrea Hartmann mitteilte. Für einen Großteil der Belegschaft wurde daher nun Kurzarbeit angemeldet. Insgesamt rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind davon betroffen.
Auch in Hannover fallen am Wochenende fast alle ankommenden und abfliegenden Flüge aus. Am Airport in Hannover-Langenhagen gilt für etwa 1.500 Mitarbeiter seit Mittwoch Kurzarbeit.

+++ Bremer Verdachtsfälle sollen sich in den Corona-Ambulanzen testen lassen +++

"Wenn es noch Menschen gibt, die Verdachtsfälle sind: Es ist mitnichten so, dass die Corona-Ambulanzen überlaufen sind", sagt Bernhard. Die Bremer könnten sich noch testen lassen – auch wenn die Kapazitäten der Labore vor allem was die Reagenzien angehe, durchaus knapp seien.

+++ Bremen will 300 Intensiv-Beatmungsplätze bereitstellen +++

Stand heute verfügt Bremen über 162 Intensiv-Betten mit Beatmungsmöglichkeit, die seien aber auch mit anderen Fällen belegt. Es stünden 40 Betten für Corona-Patienten bereit, so Gesundheitssentarin Bernhard. Die Anzahl werde kontinuierlich ausgebaut. 300 Beatmungs-Intensivbetten in Bremen sei das Ziel – dann stünden für Corona-Patienten rund 180 zur Verfügung.

Zur Einordnung sagt Bernhard: In dem aktuellen Szenario des Robert Koch-Instituts für Deutschland würden in Bremen ungefähr 200 bis 300 Betten mit Beatmungsgeräten gebraucht werden.

+++ Sieben Tage Verdopplungszeit sind das Ziel +++

Die Beschränkungen im sozialen Leben seien wichtig und müssen aufrechterhalten werden, sagt Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke). Derzeit liege der so genannte Verdopplungswert – die Zeit an der sich die Zahl der Infizierten verdoppelt – bei rund fünf Tage. Das Ziel seien aber sieben Tage. Man gehe davon aus, dass der Höhepunkt der Pandemie in Deutschland im Juni erreicht sei, aber nur wenn zwei Drittel der Infektionen und der Kontakte reduziert werden könnten, so Bernhard.

+++ Bremen erweitert Sofortprogramm als Zuschussprogramm +++

Laut Vogt habe Bremen sich an Niedersachsen orientiert. Jetzt könnten auch Betriebe mit mehr als neun und unter 50 Beschäftigten Zuschüsse beantragen – und zwar bis zu einer Summe von 20.000 Euro. Bremen habe das Programm heute mit 25 Millionen Euro ausgestattet. Vom Bund gebe es für diese Art der Betriebe leider noch kein Zuschussprogramm – Bremen wolle sich dafür aber einsetzen.

Das Programm solle laut Vogt Mitte nächste Woche "scharf geschaltet werden" und ab dann könnten Unternehmen die Hilfen beantragen.

+++ Wirtschaftssenatorin Vogt: "Bremen hat bereits 200.000 Euro an Soforthilfen ausgezahlt" +++

Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) berichtet, dass 1.500 Anträge am ersten Tag der Soforthilfe eingegangen seien. Das habe die Überwartungen übertroffen. Stand jetzt gebe es 6.000 Anträge in Bremen und 600 Anträge in Bremerhaven. "Dafür arbeiten alle rund um die Uhr", sagt Vogt. Laut der Senatorin seien bereits 200.000 Euro ausgezahlt und pro Tag könnten 250 Anträge abgearbeitet werden.

+++ Allgemeinverfügung soll am Dienstag in Rechtsverordnung umgewandelt werden +++

Bürgermeister Bovenschulte kündigte an, dass die beiden Allgemeinverfügungen, die die Maßnahmen zur Corona-Krise regeln, in eine Rechtsverordnung umgewandelt werden sollen. Dies werde am Dienstag umgesetzt. Das Land Bremen habe zwei Allgemeinverfügungen, da sowohl die Stadt Bremen als auch die Stadt Bremerhaven eine eigene beschlossen haben.

+++ Bovenschulte: Diskussion um Lockerung ist verfrüht +++

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) gibt derzeit kein Entwarnung in der Corona-Krise. "Lockerungen sind nach wie vor nicht möglich: Ja, Wirtschaft und Gesellschaft sind massiv beeinträchtigt, aber die Maßnahmen sind notwendig", so Bovenschulte.

+++ Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage in Bremen +++

Um 12.30 Uhr informieren Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD), Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) und Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) über die aktuelle Corona-Situation in Bremen. Wir übertragen die Pressekonferenz im Livestream.

+++ Eilantrag gegen Ladenöffnungsverbot wurde vom Bremer Verwaltungsgericht abgelehnt +++

Das aufgrund der Corona-Krise geltende Ladenöffnungsverbot gilt auch für Sonderposten-Märkte, selbst wenn sie Lebensmittel im Sortiment führen. Das Bremer Verwaltungsgericht lehnte einen entsprechenden Eilantrag einer Einzelhandelsgesellschaft ab, die sich gegen die Schließung dreier Geschäfte für den Publikumsverkehr wehrte. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig.

In der derzeitigen Situation sei das weitgehende Verbot für die Öffnung von Einzelhandelsgeschäften notwendig, um eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu bekämpfen und zu verlangsamen, begründete das Gericht am Freitag seinen Beschluss.

Die Einzelhandelsgesellschaft betreibt im norddeutschen Raum mehrere Sonderposten-Märkte, darunter in Bremen. Man vertreibe zu einem Großteil Waren, die in Geschäften verkauft würden, die durch Ausnahmen in der Allgemeinverfügung weiter geöffnet bleiben dürften. In den Läden werden unter anderem Tiefkühlware, Matratzen, Feuerwerk, Lebensmittel und Getränke angeboten.

Nach Auffassung des Gerichtes geht es Kunden in diesen Märkten typischerweise nicht in erster Linie darum, die wesentliche Dinge des täglichen Bedarfs zu kaufen, was zwar auch möglich sei. Eine beachtliche Zahl von Kunden dürfte es aber darum gehen, nach günstigen Angeboten und Gelegenheitskäufen zu suchen.

+++ 220 Menschen melden sich als freiwillige Helfer +++

Hunderte Freiwillige wollen Krankenhäuser und Pflegeinrichtungen in Bremen und Niedersachsen in der Corona-Krise unterstützen. Sie meldeten sich auf Aufrufe oder boten von sich aus ihre Hilfe in den Einrichtungen ein.

Medizinstudierende, pensionierte Ärzte und Schwestern, ehemalige Zivildienstleistende, Ärzte aus Rehakliniken und niedergelassene Ärzte, in deren Praxen gerade nicht viel los ist. Sie alle gehören zu den Freiwilligen, die sich gerade in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in Bremen und Niedersachsen melden.

Einem Aufruf der Bremer Gesundheitsbehörde von Anfang der Woche sind bereits 220 Menschen gefolgt. In den Krankenhäusern der Geno haben sich zusätzlich 150 Freiwillige gemeldet. In den Aller-Weser-Kliniken in Verden und Achim helfen schon die ersten Medizinstudenten schon aus. 160 Freiwillige haben sich hier innerhalb einer Woche gemeldet, auch Menschen ohne medizinischen Hintergrund, um für Hol- und Bringdienste parat zu stehen.

Aktuell werden nur wenige der Freiwilligen eingesetzt, man bereite sich mit den Aufrufen auf Personalengpässe vor, heißt es aus den Krankenhäusern, da niemand wisse wie sich die Lage in den kommenden Wochen entwickele.

+++Nordrhein-Westfalen verschiebt Abi-Prüfungen – Bremen will an Plan festhalten +++

Die Abitur-Prüfungen sollen in Nordrhein-Westfalen um drei Wochen nach hinten geschoben werden. Das gab die Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) heute bekannt.

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Für Bremen habe das keine Auswirkung, heißt es aus dem Bremer Bildungsressort. Bremen möchte nach wie vor an den Terminen festhalten. Auf der Kultusministerkonferenz am Mittwoch war entschieden worden, dass die Abi-Prüfungen in den einzelnen Bundesländern wie geplant stattfinden sollen.

+++ Notbetreuung verändert: Nur ein Elternteil muss im Gesundheitswesen tätig sein +++

Die Regeln, ab wann ein Kind in die Notbetreuung gegeben werden kann, wurden in Bremen verändert. Das teilte das Bildungsressort am Donnerstag mit. Jetzt können Beschäftige, die in der medizinischen Versorgung tätig sind, den Dienst auch in Anspruch nehmen, wenn nur ein Elternteil oder Erziehungsberechtigter zu der Berufsgruppe gehört. Zuvor mussten es beide sein. Bedingung dafür ist aber, dass auch das zweite Elternteil aktuell berufstätig ist und eine Betreuung des Kindes sonst nicht möglich ist.

Außerdem dürfen jetzt auch Eltern die Notbetreuung nutzen, die in ambulanten Pflegediensten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie in der Altenpflege arbeiten. Auch Menschen, die für Einrichtungen der Eingliederungshilfe wie zum Beispiel Behindertenwerkstätten, arbeiten, können die Notbetreuung in Anspruch nehmen.

+++ In Bremerhaven muss die Notbetreuung für die Feiertage angemeldet werden +++

Die Notbetreuung für Kinder von Alleinerziehenden und von Eltern, wo beide in der so genannten "kritischen Infrastruktur" beschäftigt sind, wird auch in den Osterferien fortgesetzt. Das teilte die Stadt Bremerhaven mit. Außerdem könne die Betreuung laut Stadtrat Michael Frost auch auf die Wochenenden und die Feiertage ausgedehnt werden. Dann müsse sie jedoch angemeldet werden.

Das erweiterte Angebot der Notbetreuung kann ab Samstag, 28. März, in Anspruch genommen werden und steht zunächst bis einschließlich Dienstag, 14. April, zur Verfügung.

In Bremerhaven dürfen Mitarbeiter folgender Berufsgruppen die Notbetreuung nutzen:

  • Gesundheitswesen inklusive Rettungsdienst sowie alle, die zur Aufrechterhaltung der Funktion des Gesundheitswesens zuständig sind
  • Feuerwehr
  • Polizei
  • Katastrophenschutz
  • Sicherung der Notversorgung in Kita und Schule
  • Ver- und Entsorgung (Strom, Wasser, Energie, Abfall)
  • Justiz (Gerichte, Staatsanwaltschaft, Strafvollzug)
  • Stationäre Betreuungseinrichtungen (z.B. Hilfen zur Erziehung)
  • Ambulante Pflegedienste und stationäre Pflegeeinrichtungen
  • Informationstechnik und Telekommunikation (insbesondere Einrichtungen zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze)
  • Ernährung, Hygiene (Produktion, Groß- und Einzelhandel) – inklusive Zulieferung, Logistik
  • Transport und Verkehr
  • Finanzen
  • Öffentliche Behörden von Bund, Land, Kommunen und Sozialversicherung

+++ Bremer Senat will heute Bußgeldkatalog und Rechtsverordnung beschließen +++

Mehrere gestapelte Stühle vor einem Restaurant stehend.
Restaurants haben strenge Beschränkungen, auch Geschäfte sind geschlossen.

Der Bremer Senat plant, die bisherigen Allgemeinverfügungen zur Corona-Krise in einer Rechtsverordnung zusammenführen. Nach Angaben des Innenressorts soll das bersichtlicher, transparenter und genauer sein. Es soll außerdem einen Bußgeldkatalog beschlossen werden.
Darin enthalten sind dann die Strafen für die Vergehen aufgelistet, sollte sich jemand nicht an die Rechtsverordnung halten.

Unterdessen liegen beim Bremer Verwaltungsgericht zwei Eilanträge gegen die Ladenschließungen in der Allgemeinverfügung vor. Ein Eigentümer eines Sonderpostenmarkts und ein weiterer Ladenbesitzer hatten geklagt, dass sie ihre Geschäfte nicht öffnen dürfen. Wann über die Anträge beschlossen wird, ist noch nicht klar. Nach Angaben des Innenressorts waren die Allgemeinverfügungen alternativlos und notwendig, um die weitere Verbreitung des Virus soweit wie möglich zu minimieren.Innerhalb kürzester Zeit konnten so Regelungen getroffen werden, um das öffentliche Leben beinahe von jetzt auf sofort runter zu fahren, so eine Sprecherin zu buten un binnen.

+++ Regionale Künstler verlegen Auftritte ins Netz +++

Damit die Bremer trotz der Kontaktbeschränkungen nicht auf Kunst und Kultur verzichten müssen, gibt es einige Aktionen im Netz. So lädt die Kunsthallte Bremen heute um 13 Uhr zu ihrer "Kunstpause" zur Ausstellung Norbert Schwontkowski ein – das Ganze wird in ihrem Instagram-Livestream stattfinden.

Es gibt außerdem viele lokale und regionale Künstler, die im Netz Gas geben. Um 20 Uhr beispielsweise startet "Die kleine the Bernie & the Jörgi Show". Dahinter verbirgt sich ein Rock’n Roll-Konzert im Stream auf Instagram und Facebook.

Am Samstagabend startet ab 22 Uhr schon die zweite Stay-at-home-Party von den Housedestroyer und Sonntagvormittag übertragen viele Kirchen Gottesdienste im Netz. 

+++ Häftlinge sollen vorzeitig aus der Bremer JVA entlassen werden +++

Das Bremer Justizressort plant offenbar die vorzeitige Entlassung einiger Häftlinge, um das Corona-Ansteckungsrisiko in der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Oslebshausen zu reduzieren. Das berichtet der "Weser-Kurier". Laut der Zeitung sollen Gefangene, deren Entlassung bis zum 18. Mai geplant war, frühzeitig wieder auf freien Fuß kommen. Außerdem gelte die Regelung für Häftlinge des offenen Vollzugs, die im kommenden halben Jahr entlassen werden sollten. Die Regelung betreffe ausdrücklich keine Häftlinge, die wegen schwerer Straftaten in der JVA untergebracht sind.

+++ 32 neue Corona-Fälle im Land Bremen +++

Wie die Gesundheitsbehörde mitteilt, ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Land Bremen auf 244 angestiegen, 32 mehr als noch bei der letzten Erhebung. In der Stadt Bremen gibt es demnach aktuell 228 bestätigte Fälle von Menschen, die sich mit dem Virus infiziert haben. In Bremerhaven sind es 18 Infizierte.

Zwölf Menschen werden aktuell in den Krankenhäusern im Land Bremen wegen einer Covid 19-Erkrankung behandelt, einer davon in Bremerhaven. Drei dieser Patienten sind laut Bremer Gesundheitsbehörde in einem kritischen Zustand. Auch in Niedersachsen wächst die Zahl der Infizierten weiter - um mehr als 400 an nur einem Tag, auf insgesamt mehr als 2700. Am stärksten ist nach wie vor die Region Hannover betroffen, von dort vermeldeten die Behörden zwei weitere Todesfälle. In Niedersachsen sind damit bislang insgesamt zehn Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben, in Bremen einer.

Die neuen Regeln sollen zum Abflachen der Kurve beitragen:

Grafische Darstellung eines Schemas über die Eindämmung des Corona-Virus Z eit F älle Unkont r ollie r te A usb r eitung Mit Maßnahmen Quelle: Bundesgesundheitsministerium Kapazität des Gesundheitssystems

Was macht die Corona-Kontaktbeschränkung mit uns?

Video vom 26. März 2020
Ein älterer Mann steht alleine an seinem Balkon.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 27. März 2020, 19:30 Uhr