Fragen & Antworten

Lernen in den Ferien: Große Nachfrage für Angebot in Bremerhaven

In Bremerhaven sind die Lernferien gestartet – ein Angebot für Schüler, die besonders unter den Corona-Umständen zu leiden hatten. Im Fokus steht der Sprachunterricht.

Der Unterricht mit Abstandsregelungen in einer Grundschule.
Acht Grundschulen sind in Bremerhaven an dem kostenlosen und freiwilligen Projekt "Lernferien" beteilgt. (Archivbild) Bild: Radio Bremen

Sommerferien sind eigentlich zum Entspannen und Abschalten da. Zum Freunde treffen und den Schulalltag vergessen. Doch mit dem Schulalltag war es unter Corona-Bedingungen in den letzten Wochen schwierig. Lernstoff blieb liegen, Förderung konnte nicht optimal stattfinden. Darum bietet das Land Bremen sogenannte Lernferien an. In Bremerhaven findet das Angebot vom 20. bis 31. Juli mit rund 160 Plätzen statt.

Was genau soll bei den Lernferien in Bremerhaven gelernt werden?
Bei dem zweiwöchigen Angebot geht es vor allem um Sprachförderung und den Abbau von entsprechenden Defiziten. Die Lernferien richten sich an Grundschulkinder, die auf diesem Gebiet Nachholbedarf haben und während der Schulschließungen nicht ausreichend Zugang zu Bildungsangeboten hatten. Laut Bremerhavens Schuldezernent Michael Frost (parteilos) sind Kinder angesprochen, denen die technischen Möglichkeiten oder auch die Unterstützung durch Eltern oder Geschwister fehlte.
Kommt dieses Angebot bei den Richtigen an?
Ja, das Pädagogische Zentrum hat als Träger des Projekts die Meldelisten geprüft. Generell ist die Nachfrage sehr groß. Insgesamt sind acht Grundschulen beteiligt. Rund 160 Plätze gibt es – laut Pädagogischem Zentrum sind alle ausgebucht. Wichtig: Die Lernferien sind keine Ferienbetreuung oder -freizeit, es wird wirklich gelernt.
Wie sind die Bedingungen, um an den Lernferien teilzunehmen?
Die Teilnahme ist kostenlos und freiwillig. Vom Land gibt es für die Stadt Bremerhaven 60.000 Euro, um das Projekt durchzuführen. Ingesamt stehen 34 Kursleiter zur Verfügung – neun Fachkräfte vom Pädagogischen Zentrum und 25 Pädagogen, die vom Schulamt vermittelt wurden. Sie sind durch eine mehrtägige Fortbildung auf die Lernferien vorbereitet worden. Der Unterricht findet zwei Wochen lang vier Stunden pro Tag statt. Jede Lerngruppe besteht dabei aus zehn Kindern mit jeweils zwei Betreuern.

Autor

  • Joschka Schmitt Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Bremen Vier läuft, 20. Juli 2020, 15:10 Uhr