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So können Bremer Familien eine Corona-Auszeit beantragen

Bremer Familien bekommen Geld für Corona-Auszeit

Audio vom 23. September 2021
Kinder spielen im Wald mit einem Anhänger
Bild: DPA | Axel Heimken
Bild: DPA | Axel Heimken

In diesem und kommendem Jahr können einige Familien aus Bremen und Bremerhaven Geld für einen Urlaub bekommen. Wir erklären, wie und wo die Auszeit beantragt wird.

Die Corona-Pandemie hat Familien mit schmalem Budget besonders stark zugesetzt. Am Donnerstag haben das Bundesfamilienministerium und das Bremer Sozialressort bekannt gegeben, dass diese Familien finanzielle Hilfen für eine Woche Urlaub beantragen können. Wo und wie, erklären wir in diesem Artikel. Denn die sogenannte Corona-Auszeit ist an einige Bedingungen geknüpft.

Wer genau darf die Corona-Auszeit beantragen?
Eltern, sei es Paare, Alleinerziehende, Stief- oder Pflegeeltern, mit mindestens einem minderjährigen Kind und Hauptwohnsitz in Deutschland dürfen die Corona-Auszeit beantragen. Voraussetzung ist, dass ihr Einkommen gewisse Grenzen nicht überschreitet.

Zwei Beispiele: Ein Paar mit zwei Kindern im Kita- beziehungsweise Schulalter sollte gemeinsam nicht mehr als 5.576 Euro brutto im Monat verdienen. Für einen Alleinerziehenden mit einem Kind liegt die Grenze bei 3.466 Euro. Beim Vermögen gibt es ebenfalls Obergrenzen. Familien mit einem Mitglied, das zu mindestens 50 Prozent behindert ist, dürfen die Finanzierung jedoch unabhängig vom Einkommen beantragen.
Wie viel darf man maximal ausgeben?
Der Bund übernimmt 90 Prozent der Kosten für die Übernachtung und die Verpflegung in der Unterkunft. Das Land Bremen gibt dazu 30 Cent pro Kilometer für die Hin- und Rückfahrt sowie 8 Euro pro Tag und Kind als Freizeitpauschale. In diesem und kommendem Jahr dürfen Familien jeweils einen Urlaub mit höchstens sieben Übernachtungen beantragen. Der Zeitraum beginnt am 1. Oktober 2021 und endet am 31. Dezember 2022.
An welche Orte darf man reisen?
Die Familien haben nicht die freie Wahl, wenn es um den Ort und die Unterkunft geht. Auf der Webseite des Bundesministeriums für Familie findet man eine Liste mit den möglichen Unterkünften. Einige Orte, die zur Auswahl stehen, sind zum Beispiel: Ferienapartments auf Langeoog, ein Familienferiendorf in Schillig an der Nordsee, aber auch Familienferienstätten oder Jugendherbergen im Harzgebiet.
Wer darf mitreisen?
Eltern oder auch nur ein Elternteil mit mindestens einem minderjährigen Kind. Oder mit einem Kind, das eine Behinderung von 50 Prozent oder höher hat. Für die Kinder muss ein Anspruch auf Kindergeld bestehen. Andere Verwandte oder Freunde dürfen mitreisen, erhalten aber keine Förderung.
Wie stellt man den Antrag?
Auf der Webseite des Familienministeriums können Interessierte das Formular herunterladen, ausfüllen und zuschicken.

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Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Autorin

  • Serena Bilanceri Autorin

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 23. September 2021, 15 Uhr