Warum Bremen das neue Stufenmodell schon nächsten Monat ändern könnte

Video vom 1. Oktober 2021
Impressionen aus dem Impfzentrum
Bild: Radio Bremen | Alexander Schnackenburg
Bild: Radio Bremen | Alexander Schnackenburg

Erreicht Bremen eine Impfquote von 80 Prozent, will die Politik das Corona-Stufenmodell überdenken. Im November könnte es so weit sein — wenn Bremen das Impftempo hält.

Seit dem 1. Oktober ist die Auslastung der Krankenhäuser, die Hospitalisierungsinzidenz, Bremens wichtigste Kennzahl zur Einordnung der Corona-Lage. Das Prinzip: Je mehr Menschen aus Bremen wegen Corona in Krankenhäusern aufgenommen werden, desto schärfere Schutzmaßnahmen ergreifen die Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven. Welche Maßnahmen dann konkret gelten – das ergibt sich aus einem vierstufigen Modell.

Allerdings hat der Bremer Senat angekündigt, diesen Stufenplan zur Diskussion zu stellen, sobald Bremen eine Impfquote von 80 Prozent erreicht. Der Grund: Fortschritte beim Impfen gelten der Politik derzeit als wichtigstes Instrument im Kampf gegen die Pandemie und auch, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Nach Einschätzung des Gesundheitsressorts könnte Bremen zwischen dem 8. und 21. November eine Impfquote von 80 Prozent erreichen.

0,1 Prozent pro Tag

Am 1. Oktober waren laut Gesundheitsressort rund 79 Prozent der Bremerinnen und Bremer einmal und rund 75 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft. Jeden Tag kommen derzeit im Durchschnitt 0,1 Prozent hinzu, teilt das Ressort mit. Es geht daher davon aus, dass Bremen zwischen dem 11. und 17. Oktober, auf 80 Prozent Erstgeimpfte kommen wird. Jedenfalls dann, wenn das Land sein derzeitiges Tempo beim Impfen hält. Alicia Bernhardt, Pressereferentin im Gesundheitsressort, sagt aber auch, dass es aufgrund von dezentralen Impf-Angeboten zu Schwankungen kommen kann.

"Die Erstimpfungen werden im Impfzentrum überwiegend mit Biontech durchgeführt. Bei den dezentralen Einsätzen kommt zudem Johnson und Johnson häufig zum Einsatz", erklärt sie. Der Abstand zwischen den Erstimpfungen und den Zweitimpfungen – die bei Johnson und Johnson entfallen – betrage im Mittel etwa drei bis vier Wochen. "Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass bei Aufrechterhaltung des Impffortschritts die 80 Prozent bei den Zweitimpfungen in der Kalenderwoche 45 oder Kalenderwoche 46 erreicht werden kann", schlussfolgert Bernhardt.

Diese neuen Corona-Maßnahmen greifen ab Freitag im Land Bremen

Video vom 28. September 2021
Der Fitnesstrainer Patrick Dula hinter den Tressen im ULC Fitnesscenter.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Autor

  • Alexander Schnackenburg Autor

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 1. Oktober, 19:30 Uhr