Bremer Häfenressort unterstützt Jade-Weser-Port mit 2 Millionen Euro

  • Senat beschließt Unterstützung für Wilhelmshavener Tiefwasserhafen
  • Niedrige Umschlagszahlen und Corona-Pandemie sorgen für Defizite
  • Kosten müssen an Bremer Häfen eingespart werden
Luftaufnahme eines Hafenterminals
Der Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven bleibt hinter den Erwartungen zurück, darum muss Bremen nun einspringen. (Archivfoto) Bild: Radio Bremen

Das Bremer Häfenressort unterstützt den defizitären Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven mit rund zwei Millionen Euro. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen. In einer Senatsvorlage heißt es, der Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven, an dem das Land Bremen fast zur Hälfte beteiligt ist, bleibe hinter seinen Erwartungen zurück. Grund seien niedrige Umschlagszahlen und der Wirtschaftseinbruch durch die Corona-Pandemie. Aber auch Unterhaltunskosten mit stetigen Baggerarbeiten für den Erhalt der Wassertiefe fallen ins Gewicht. Deswegen müssen Bremen und Niedersachsen nun jeweils mit rund zwei Millionen Euro einspringen.

Das Geld kommt aus dem Topf des Häfenressorts und wird somit von Projekten im Hafen in Bremerhaven abgezogen. Auch in den kommenden Jahren könnten laut Vorlage weniger Investitionen für die Bremer Häfen zur Verfügung stehen. Kritik kommt unter anderem von der Bremischen Hafen- und Logistikvertretung, sowie aus der Politik. Grüne, FDP und die Linken in Bremerhaven fordern eine Diskussion über Bremens Beteiligung am Jade-Weser-Port – etwa am Mittwoch im Häfenausschuss.

Rückblick: Wilhelmshaven – Wenn Roboter Container verladen

Video vom 2. September 2019
Der Jade Weser Port mit mehreren Container und einem Containerstapler.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 1. Dezember 2020, 19:30 Uhr