Bombe in Bremer Überseestadt entschärft

  • Die Bombe lag auf der Baustelle an der Straße "Löwenhof"
  • Umkreis von 400 Metern wurde geräumt
  • 1.500 Menschen mussten Wohnungen und Büros verlassen

14:27 Uhr: Die BSAG teilt mit, dass die Linien 2, 3, 10, 20 und 25 wieder wie gewohnt fahren. Bis alle Busse und Bahnen wieder im Fahrplantakt unterwegs sind, könne es noch etwas dauern.

13:23 Uhr: Die Bombe ist entschärft, die Polizei gibt Entwarnung. Die Sperrungen sind aufgehoben.

13:15 Uhr: Auf den Verkehrsachsen rund um den abgesperrten Bereich staut es sich: In der Neustadt unter anderem auf der Westerstraße, der Friedrich-Ebert-Straße und der Langemarckstraße. Auch auf der Wilhelm-Kaisen-Brücke sowie am Waller Ring und Beim Industriehafen kommt es zu Staus.

12:40 Uhr: Die Entschärfung ist im vollen Gange. Aufgrund eines stark beschädigten Zünders wird die Entschärfung anders als bei den vorherigen Blindgängern circa 90 Minuten in Anspruch nehmen.

12:11 Uhr: Die Bahnstrecke nach Oldenburg ist auch gesperrt.

Ein Polizeiwagen steht wegen einer Bombenentschärfung am Weserufer.
Ab 11 Uhr wird auch das Weserufer im Stephaniviertel abgesperrt, berichtet die Polizei.

12:00 Uhr: Laut Polizei beginnt die Entschärfung in den nächsten Minuten. Die Polizei wartet nur noch auf eine Mitteilung der Deutschen Bahn, dass der Zugverkehr auf der betroffenen Strecke eingestellt ist.

11:37 Uhr: Die Stephanibrücke ist laut Polizei für den Verkehr gesperrt. Auch die Bahnstrecke nach Delmenhorst wird in Kürze nicht mehr befahrbar sein. Der Flugverkehr und die Weser sind ebenfalls betroffen.

10:42 Uhr: Die BSAG nimmt die betroffenen Linien 2, 3 und 10 doch schon früher aus dem Verkehr. Ab 11 Uhr verkehren sie nicht mehr zwischen Hauptbahnhof und Gröpelingen. Die Linie 20 fährt ab diesem Zeitpunkt gar nicht, die Linie 25 fährt eine Umleitung.

10:21 Uhr: Die Linien 2, 3, 10 der BSAG fahren ab circa 11:30 Uhr nicht zwischen dem Hauptbahnhof und Gröpelingen. Ein Ersatzverkehr ist eingerichtet. Die Linie 20 fährt nicht. Die Linie 25 wird zwischen Am Brill und Theodor-Heuss-Allee umgeleitet.

Lautsprecherwagen der Polizei informiert Anwohner

10:09 Uhr: Die Polizei beginnt mit der Evakuierung. Im Umkreis von 400 Metern um den Fundort müssen rund 1.500 Menschen ihre Häuser und Büros verlassen. Die Polizei beginnt auch ab jetzt, Straßensperren einzurichten.

Hintergrund:

Eine Weltkriegsbombe liegt auf einer Baustelle.
Vor der Entschärfung ist die Fliegerbombe noch mit Erde zugedeckt.

Auf der Baustelle an der Straße "Löwenhof" ist ein weiterer Blindgänger gefunden worden. Nach Informationen von buten un binnen wiegt er 500 Kilogramm. Er soll heute gegen 12 Uhr entschärft werden. Dies kann bis zu anderthalb Stunden dauern. Etwa 1.500 Menschen müssen das Gebiet in der Nähe des Hafens verlassen.

Stephanibrücke und B6 während Entschärfung gesperrt

Von der Evakuierung betroffen sind auch ein Teil der Weser und die Stephanibrücke. Diese Bereiche, einschließlich B 6 und die Bahnstrecke nach Oldenburg, müssen für die Dauer der Entschärfung voll gesperrt werden. Auch Flugzeuge dürfen die Fundstelle zu dieser Zeit nicht überfliegen.

Im Umkreis von 700 Metern ist luftschutzmäßiges Verhalten erforderlich. Das bedeutet, dass sich Menschen während der Entschärfung zwar im Gebäude aufhalten dürfen, aber in Räumen, die vom Bombenfundort abgewandt liegen. Außerdem sollte man sich von Fenstern fernhalten und diese kippen, rät die Polizei. Aufgrund eines stark beschädigten Zünders wird die Entschärfung anders als bei den vorherigen Blindgängern zirka 90 Minuten in Anspruch nehmen.

Schon wieder eine Bombe in der Überseestadt

Baggerführer Mirko Scharlock sitzt in seinem Bagger
Bild: IRadio Bremen

Wenn Liegendtransporte durch Rettungswagen notwendig sind, ist die Feuerwehr unter der Telefonnummer 0421-19222 zu erreichen. Die Polizei hat ein Bürgertelefon unter der Telefonnummer 0421-4491700 eingerichtet. Für Personen, die das Gebiet verlassen müssen, steht die Aula des Schulzenrums an der Grenzstraße 90 in Walle zur Verfügung.

In den vergangenen Wochen sind bereits mehrere Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg auf derselben Baustelle gefunden worden. Erst am vergangenen Mittwoch wurden deswegen sämtliche Gebäude im Umkreis von 400 Metern geräumt.

Aufgrund der Beschaffenheit des Erdreichs auf der Baustelle können Experten nicht genau sagen, wie viele Blindgänger noch im Boden stecken. Deshalb sind weitere Bombenfunde nicht ausgeschlossen.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 12. Februar 2018, 14 Uhr