Geflüchtete trotz Schulabschluss nicht für Ausbildung bereit

  • Die Geflüchteten haben zwei bis drei Jahre Schule hinter sich
  • Deutsch- und Fachkenntnisse reichen trotzdem oft nicht aus
  • Senat plant ein Übergangsprogramm zur Berufsorientierung
Flüchtlinge in einer Berufsschule
Der Bremer Senat plant ein Übergangsprogramm, um junge Geflüchtete auf eine Ausbildung vorzubereiten (Symbolbild). Bild: DPA | Holger Hollemann

Mehr als 800 junge Geflüchtete und Zuwanderer verlassen im Sommer die Bremer Berufsschulen. Viele von ihnen werden nicht direkt eine duale Ausbildung machen können. Der Bremer Senat will deshalb ein Übergangsprogramm zur weiteren Berufsorientierung aufstellen.

Die jungen Geflüchteten und Zuwanderer aus Syrien, Afghanistan und anderen Ländern haben im Schnitt zwei bis drei Jahre Schule hinter sich. Die meisten von ihnen werden im Sommer voraussichtlich ihren Berufsschulabschluss machen. Doch bei vielen werden ihre Deutsch- und anderen Fachkenntnisse dennoch nicht ausreichen, um ausbildende Betriebe von sich zu überzeugen.

Deshalb stellt der Senat unter anderem 250 Plätze am Aus- und Fortbildungszentrum der öffentlichen Verwaltung bereit. Dort können die Jugendlichen ein weiteres Jahr lang lernen und erste Kontakte mit Betrieben knüpfen. Ausserdem sollen zusätzliche Plätze an der Erwachsenenschule und anderen Berufsfachschulen eingerichtet werden.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 14. Februar 2018, 6 Uhr