Bahnreisende zwischen Bremen und Delmenhorst brauchen weiter Geduld

  • Bauarbeiten dauern laut Bahn bis mindestens 14. Februar
  • Bis dahin sind weiter Verspätungen und Ausfälle möglich
  • Mitte der Woche werden neue Weichen an der Unfallstelle eingebaut
Ein verbogenes Gleis und der entgleiste Güterwaggon im Bahnhof Bremen Neustadt
Der Bahnhof Bremen Neustadt: Die entgleisten Waggons wurden mittlerweile abtransportiert, das komplett verbogene Gleis auszutauschen ist jedoch eine größere Aufgabe. Bild: DPA | Jörg Sarbach

Das Zugunglück an einem Nadelöhr in Bremen wird nach Angaben der Deutschen Bahn noch die ganze kommende Woche über Störungen im Betrieb verursachen. Zwar verkehrten im Prinzip alle Züge wieder, seit die Strecke zwischen Bremen und Delmenhorst auf einem Gleis wieder freigegeben wurde, sagte eine Sprecherin am Freitag. Die Züge hätten aber 10 bis 15 Minuten Verspätung. Einzelne Zugausfälle seien nicht ausgeschlossen. Den Störungsmeldungen der Bahn zufolge wird der Zustand voraussichtlich bis einschließlich Freitag, 14. Februar, andauern.

Im Bahnhof Bremen-Neustadt waren am Dienstag neun leere Waggons eines Güterzugs entgleist. Sie wühlten das Gleisbett auf, verbogen Schienen und Weichen und beschädigten Bahnsteig und Oberleitung. "Wir fangen mit vorbereitenden Maßnahmen für die Reparaturarbeiten an", sagte eine Sprecherin zum aktuellen Stand. Mitte kommender Woche würden die neuen Weichen zum Einbau in Bremen erwartet. Nach der Unfallursache suchen Experten noch. Zur Höhe des Schadens machte die Sprecherin keine Angaben.

Strecke am Neustädter Bahnhof hat zentrale Bedeutung

Über die zwei Gleise dicht an einer Weserbrücke läuft der gesamte Bahnverkehr von Bremen Richtung Oldenburg, Wilhelmshaven und Emden. Im Fernverkehr sind die IC-Linie zwischen Dresden und Norddeich-Mole sowie einzelne ICE-Züge zwischen Bremen und Oldenburg betroffen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier Nachrichten, 6. Februar 2020, 8 Uhr