Infografik

Keine Badetoten in Bremen – ungewöhnlich viele in Niedersachsen

  • In Niedersachsen ertranken bis Mitte des Jahres 24 Menschen
  • Das sind fast genau so viele wie im Vorjahr
  • Deutschlandweit ist die Zahl der Badetoten rückläufig
Ein Mitarbeiter der DLRG steht an einem See, im Hintergrund schwimmen mehrere Badegäste im See.
Im Jahr 2020 gab es bisher keinen tötlichen Badeunfall in Bremen. Bild: Radio Bremen

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat ihre jährliche Sommerzwischenbilanz vorgestellt: Demnach sind im Land Bremen seit Beginn des Jahres 2020 keine Schwimmer ertrunken. Ein anderes Lagebild zeigt sich in Niedersachsen: Dort sind es Mitte dieses Jahres 24 ertrunkene Schwimmer – und somit fast viele wie im Vorjahr zur selben Zeit (28).

Damit zählt Niedersachsen zu den Bundesländern mit den meisten Badetoten. Nur in Bayern mit 35 und Nordrhein-Westfalen mit 26 Fällen ertranken deutschlandweit mehr Menschen. Insgesamt ist in Deutschland die Zahl der verunglückten Schwimmer aber rückläufig: Laut DLRG ertranken insgesamt 192 Schwimmer in den ersten sieben Monaten dieses Jahres, 2019 waren es zum selben Zeitpunkt 255.

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Bei den Badetoten handelt es sich zum Großteil um Männer, nur 23 Prozent der Toten sind Frauen. "Männer sind oft leichtsinniger und spielen gerne mal den Helden, was dann leider allzu oft tragisch endet", erläutert Achim Wiese, Pressesprecher der DLRG. Bootsunfälle, wie der des verunglückten Rudersportlers in Höhe des Café Sand vom vergangenen Wochenende, zählen nicht zur Statistik.

Rückblick: Ruderer nach Schiffsunglück auf der Weser vermisst

Video vom 1. August 2020
Ein Rettungsteam der DLRG, welches auf der Weser zu einem EInsatz in einem Boot fährt.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 6. August 2020, 12 Uhr