So wollen freie Kitaträger in Bremen ihr Angebot verändern

  • Freie Kita-Betreiber fordern mehr Autonomie
  • Dazu ist eine Änderung des Finanzierungssystems notwendig
  • Zuständiges Ressort sieht Forderungen kritisch
Eine Kindergartengruppe beim Mittagessen.

Die freien Kita-Betreiber wollen ihre Platzangebote stärker selber bestimmen können. Diese Forderung haben sie in einem Positionspapier vorgestellt. Um das zu erreichen, sei allerdings eine Änderung des Finanzierungssystems notwendig.

Bisher müssten die freien Kitas für alle Leistungen Anträge bei der Behörde stellen, beklagt Carsten Schlepper von der Bremischen Evangelischen Kirche. Das sei aufwändig und vor allem unflexibel. Er fordert gemeinsam mit den anderen freien Trägern, Kita-Plätze künftig pauschal abzurechnen. Die Träger könnten dann beispielsweise selber entscheiden, welche Betreuungszeiten oder Förderangebote sie haben. Bisher gibt das die Behörde vor. Diese Angebote gingen aber häufig an den Wünschen der Eltern vorbei.

Zuständiges Ressort zeigt sich kritisch

Aus dem zuständigen Ressort für Kinder heißt es, man könne den Wunsch nach mehr Flexibilität nachvollziehen. Allerdings gebe es auch die Sorge, dass die Träger in schwierigen Stadtteilen nicht ausreichend Kita-Plätze schaffen würden. Carsten Schlepper geht davon aus, dass ein Pauschalsystem teurer wäre als das bisherige. Allerdings müsse Bremen den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz erfüllen und dafür seien flexiblere Kitaträger dringend notwendig – die könnten dann nämlich auch mehr Kitaplätze schaffen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 22. Oktober 2018, 15 Uhr