Bremen denkt über Aufhebung der Impfreihenfolge bei AstraZeneca nach

Wenn es demnächst mehr Impfstoff als Impfberechtigte über 60 gebe, könnte man eventuell auch allen Jüngeren eine Impfung mit AstraZeneca anbieten, so die Behörde.

Video vom 22. April 2021
Impfdosen von AstraZeneca
Bild: DPA | Mauro Ujetto

Noch sind es nur Gedankenspiele: Die Bremer Gesundheitsbehörde denkt darüber nach, auch Bremerinnen und Bremern, die jünger als 60 Jahre sind, Impfungen mit AstraZeneca anzubieten. Voraussetzung dafür wäre aber, dass mehr Impfstoff zur Verfügung steht, und dass alle Impfberechtigten über 60 Jahre schon versorgt wären. Das ist derzeit nicht der Fall. Sollte das irgendwann soweit sein, könnte sich die Behörde dann aber vorstellen, auch Jüngeren – möglicherweise abgestuft nach Altersgruppen – ein Angebot mit dem AstraZeneca-Impfstoff zu machen.

Impfbereitschaft für AstraZeneca bei den 67- bis 70 Jährigen nimmt ab

Der Sprecher des Gesundheitsressorts, Lukas Fuhrmann, räumte ein, dass die Impfbereitschaft bei den jüngeren Jahrgängen leicht abnimmt. Bei den Jahrgängen zwischen 67 und 70 Jahren, die ein Impfangebot mit AstraZeneca erhalten haben, zeige sich ein deutlich zurückhaltenderes Buchungsverhalten. Grund dafür – so die Behörde – könnte sein, dass die Betroffenen möglicherweise zeitgleich ein Angebot von ihrem Hausarzt mit einem anderen Impfstoff erhalten haben. Oder, dass sie auf ein solches Angebot hoffen.

Grundsätzlich würden bereits gebuchte AstraZeneca-Termine aber fast immer wahrgenommen, so Fuhrmann. Seit der Wiederaufnahme der AstraZeneca-Impfungen Ende März seien nur 445 von 56.000 Personen nicht zu ihrem Astra-Termin erschienen.

"Wir möchten erst einmal alle Über-60-Jährigen mit AstraZeneca impfen"

Video vom 22. April 2021
Lukas Fuhrmann im Interview
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 22. April 2021 12 Uhr