Arcelor-Mittal beendet Kurzarbeit im Bremer Stahlwerk

  • Arcelor meldet keine Kurzarbeit über das Jahresende hinaus an
  • Auftragslage habe sich mittlerweile wieder gebessert
  • Künftiger Tarifvertrag soll Beschäftigung der nächsten fünf Jahre sichern
Stahlarbeiter im Stahlwerk von Arcelor (Archivbild)
Wie viele Betriebe hatte auch Arcelor-Mittal seine Produktion im Zuge der Corona-Pandemie massiv zurückfahren müssen. Mittlerweile habe sich die Auftragslage wieder gebessert. Bild: DPA | Ines Baier

Das Bremer Stahlwerk von Arcelor-Mittal meldet keine Kurzarbeit mehr über das Jahresende hinaus an. Das wurde den Beschäftigten auf einer Betriebsversammlung mitgeteilt. Bewegung gibt es auch in den Verhandlungen über einen "Zukunftstarifvertrag" am Standort Bremen.

Der zukünftige Tarifvertrag, auf den sich Betriebsrat, Gewerkschaft und das Unternehmen geeinigt haben, sichert die Beschäftigung in den kommenden fünf Jahren. Dafür erhält die Werksleitung die Möglichkeit, die Arbeitszeiten flexibler als bisher an die jeweilige Auslastung der Hütte anpassen zu dürfen. Die Spanne liegt zwischen 32 und 35 Arbeitsstunden pro Woche.

Arcelor hatte die Produktion in Bremen, aber auch an anderen Standorten seit dem Frühling massiv zurückgefahren. Das Bremer Werk halbierte im Zuge der der Corona-Pandemie seine Produktion, ein Großteil der 3.500 Beschäftigten wurde in Kurzarbeit geschickt.

Mittlerweile hat sich die Auftragslage jedoch wieder gebessert, auch weil die Automobilindustrie wieder mehr Stahl nachfragt. Der zwischenzeitlich stillgelegte Hochofen III in der Bremer Hütte ist wieder in Betrieb.

Wie kann die Stahlproduktion in Bremen klimafreundlicher werden?

Video vom 18. September 2020
Das Bremer Stahlwerk von oben.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Die Nachrichten, 17. Dezember 2020, 18 Uhr