Tierquälerei: Zwei Bremer Angler verurteilt

  • Zwei Angler ziehen Fisch aus Spaß am Angeln aus dem Teich
  • Bremer Amtsgericht sieht darin Verstoß gegen Tierschutzgesetz
  • Angler müssen Geldstrafen zahlen
Ein Angler hält einen großen Fisch in den Händen
Das sogenannte "Trophäen-Angeln" gilt als Tierquälerei. (Symbol-Foto) Bild: DPA | Greg Martin

Das Bremer Amtsgericht hat zwei Angler zu Geldstrafen verurteilt, weil sie einen Fisch aus reinem Spaß am Fang aus dem Wasser geangelt haben. Das Gericht sah darin eine Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, unter anderem weil die beiden Männer alles auf Video festgehalten und in sozialen Medien gepostet hatten. Ihnen sei es um einen "reinen Showkampf mit dem Fisch" gegangen, erklärte das Amtsgericht auf Anfrage von buten un binnen. Dabei hätten sie dem Tier "ohne Grund erhebliche Schmerzen zugefügt". Hätten sie den Fisch getötet, um ihn zu essen, wären sie nicht verurteilt worden. Denn dann hätten sie ihren Fang einem – laut Tierschutzgesetz – "vernünftigen Grund" zugeführt. Das sogenannte "Catch and Release" (Fangen und wieder Freilassen) ist nur unter bestimmten Umständen erlaubt.

Immer wieder Urteile gegen Angler

"Catch and Release" erfreut sich unter Anglern bereits seit Jahren großer Beliebtheit. Für das Zurücksetzen von Fischen nach dem Fang gibt es aber strikte Vorgaben. Es ist unter anderem dann erlaubt, wenn für bestimmte Fischarten Schonzeiten oder Mindestmaße vorgeschrieben sind. Die entsprechenden Regeln sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 12. Juni 2020, 23:30 Uhr