Bremer wählen neue Bürgerschaft – Signalwirkung für den Bund?

  • Bürgerschaftswahl hat hohe bundespolitische Bedeutung
  • Ergebnis der SPD könnte Konsequenzen haben
  • Erste Hochrechnungen erst am späten Abend erwartet
Das Gebäude der Bremischen Bürgerschaft, deren Fenster in den Farben Schwarz, Rot, Grün, Lila, Gelb und Blau eingefärbt sind.
16 Parteien sind zur Wahl zugelassen. Bild: Imago | Michael Bahlo / Montage Radio Bremen

Die Republik schaut heute mit Spannung auf Bremen: Im kleinsten Bundesland wird ein neues Landesparlament gewählt. Das Abschneiden der SPD könnte dabei auch Auswirkungen auf die Bundespartei haben. Denn in Bremen gingen die Sozialdemokraten seit mehr als 70 Jahren stets als stärkste Kraft hervor. Sollte das nach dieser Wahl nicht mehr der Fall sein, setzt sich das schlechte Abschneiden bei vergangenen Wahlen fort. Das könnte auch in Berlin zu personellen Konsequenzen führen.

Das Wahlsystem in Bremen ist kompliziert: Jeder Wähler darf fünf Stimmen abgeben. Erste Hochrechnungen wird es daher erst am späten Abend geben, das amtliche Endergebnis erst im Laufe der kommenden Woche. Der Stimmzettel umfasst 24 Seiten nur für die Bürgerschaftswahl. Die Wähler können ihre Stimmen beliebig auf Parteien oder einzelne Kandidaten verteilen. Insgesamt sind 16 Parteien zur Wahl zugelassen. Parallel zur Bürgerschaftswahl finden die Wahlen der Beiräte und Stadtverordneten, ein Volksentscheid sowie die Wahl des Europäischen Parlaments statt.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 26. Mai 2019, 11 Uhr