Busse und Bahnen der BSAG stehen in Bremen still – Chaos bleibt aus

  • Verdi hat zum Warnstreik bei der BSAG aufgerufen
  • Alle Verbindungen im Stadtgebiet wurden vorsorglich gestrichen
  • Gewerkschaft fordert mehr Geld für Beschäftigte im kommunalen Nahverkehr
Video vom 7. Oktober 2020
Mehrere BSAG Mitarbeiter streiken vor der Straßenbahn.
Bild: Radio Bremen

In Bremen fahren an diesem Mittwoch erneut den ganzen Tag lang keine Straßenbahnen und Busse der BSAG. Der Grund sind weitere Warnstreiks bei den kommunalen Verkehrsbetrieben. Verdi fordert einen neuen Tarifvertrag und bessere Arbeitsbedingungen für insgesamt 87.000 Beschäftigte im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bundesweit.

Chaos bleibt aus

Hunderte BSAG-Mitarbeiter sind diesem Aufruf gefolgt. Seit 3 Uhr früh stehen Busse und Straßenbahnen in Bremen still. Die Belegschaft demonstriert friedlich an den Streikposten: den Depots in der Bremer Neustadt, der Neuen Vahr, Blumenthal und Sebaldsbrück. Es sei ruhig und sachlich abgelaufen, so BSAG Sprecher Meyer. 24 Stunden soll der Warnstreik dauern. Die Bremer Straßenbahn AG hofft, dass das jetzt der letzte Warnstreik vor dem Eintritt in die Verhandlungen in Bremen ist, damit die Belastung der Fahrgäste nicht noch größer werde. Die Polizei Bremen meldet keine besonderen Vorkommnisse rund um die Streikposten.

Zugverbindungen nicht betroffen

Die Zugverbindungen sind von den Streiks nicht betroffen. Auch Busse in Bremerhaven sollen bislang nach Plan fahren. Auch in den niedersächsischen Städten Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, Göttingen und Goslar fallen Bus und Straßenbahnverbindungen am Mittwoch aus.

So erlebten Pendler und Streikende den Ausstand bei der BSAG

Video vom 29. September 2020
Der Bahnhofsvorplatz menschenleer.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 5. Oktober 2020, 22 Uhr