Wegen Corona: BSAG verkauft nur halb so viele Tickets

  • Ticketerlöse der BSAG haben sich im April halbiert
  • Unternehmen rechnet auch im Mai mit weniger Einnahmen
  • Auch der Bremer Flughafen braucht finanzielle Hilfe
Blick in eine nahezu leere Straßenbahn.
Im Corona-Krisen-Monat April haben nur halb so viele Menschen wie gewöhnlich Tickets der BSAG gekauft. (Archivbild)

Die Einnahmen der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) aus dem Ticketverkauf haben sich halbiert. Anstatt rund neun Millionen Euro hat die BSAG im April nur viereinhalb Millionen Euro eingenommen. Und: Der geringe Ticketverkauf für Bus- und Bahnfahrten setzt sich offenbar auch im Mai fort. Das hat der Sprecher des BSAG-Vorstandes, Hans-Joachim Müller, im Haushalts und Finanzausschuss gesagt.

Bereits am Mittwoch war bekannt geworden, dass das Verkehrsunternehmen bis Ende des Jahres zwischen 20 und 35 Millionen Euro mehr brauchen wird, um die Verluste zu decken. Diese Summe kommt oben drauf, auf die rund 60 Millionen Euro, die die Stadt jährlich an die BSAG zahlt, um die Kosten im öffentlichen Nahverkehr zu finanzieren.

Auch der Flughafen braucht finanzielle Hilfe. Bremen Airport wird beim Land Bremen voraussichtlich einen Kredit über etwa 30 Millionen Euro beantragen. Positiv sei, sagte Airport Chef Elmar Kleinert, dass alle in Bremen startenden Airlines weitermachen wollen. In zehn Tagen werde voraussichtlich Lufthansa den Auftakt machen.

Corona: Diese Verluste kommen auf Bremische Gesellschaften zu

Video vom 5. Mai 2020
Eine Nahaufnahme eines Absperrbandes des Bremer Flughafens.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 9. Mai 2020, 6 Uhr