Infografik

Armutsgefährdung steigt in Bremen am stärksten

  • Quote Deutschlandweit im Land Bremen am stärksten gestiegen
  • Zeitraum von zehn Jahren betrachtet
  • 2019 jeder vierte Bremer von Armut bedroht
Eine ältere Frau sammelt Pfandflaschen aus einem Mülleimer neben einer Parkbank ein.
Jeder vierte Bremer war 2019 von Armut bedroht. Bild: DPA | Bildagentur-online/Schoening

Im deutschlandweiten Vergleich ist der Anteil an Menschen, die von Armut bedroht sind, in Bremen am stärksten gestiegen: Waren im Jahr 2009 noch gut 20 Prozent bedroht, waren es im vergangenen Jahr knapp ein Viertel. Allerdings ist die Quote in diesen zehn Jahren nicht konstant gestiegen: Im Jahr 2016 war sie zum Beispiel wieder niedriger, als noch 2015. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor.

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Neben Bremen stieg die Quote auch in allen anderen westlichen Bundesländern und in Berlin. Nach Bremen ist der Anteil der bedrohten Menschen in Hessen am stärksten gestiegen, von 12,4 Prozent im Jahr 2009 auf gut 16 Prozent im Jahr 2019. Auch in Nordrhein-Westfalen stieg die Quote um mehr als drei Prozentpunkte.

In den östlichen Bundesländern ist der Anteil an von Armut bedrohten Menschen dagegen gesunken. Den bundesweit stärksten Rückgang verzeichnet dabei Mecklenburg-Vorpommern. In Gesamtdeutschland lag die Quote 2019 bei 15,9 Prozent. Die Ergebnisse gehen aus aktuellen Berechnungen auf Basis des Mikrozensus hervor.

Wie Corona die Kinderarmut in Bremerhaven verschärft

Video vom 22. Juli 2020
Ein Kinderroller und ein Bobby Car, im Hintergrund sind mehrere Kinderund Erwachsene zu sehen.
Bild: Radio Bremen

Weitere Informationen:

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 13. August 2020, 9:00 Uhr