Chinesischer Investor ist keine Option für Bremer Häfenressort

Ein Passagierschiff fährt an den Kränen und Containerschiffen im Hamburger Hafen am HHLA-Terminal Tollerort vorbei.
Ein Passagierschiff fährt an den Kränen und Containerschiffen im Hamburger Hafen am HHLA-Terminal Tollerort vorbei.

Chinesischer Investor ist keine Option für Bremer Häfenressort

Bild: DPA | Georg Wendt
  • Chinesische Staatsreederei will in Hamburger Hafen investieren.
  • Für das Bremer Häfenressort ist das kein Modell für Bremerhaven und Bremen.
  • Norddeutsche Kooperation laut Häfenressort wichtiger denn je.

Das Bremer Häfenressort sieht den Einstieg eines chinesischen Investors nicht als ein geeignetes Modell für Bremerhaven und Bremen. Laut Häfenressort sei vielmehr eine Kooperation der norddeutschen Häfen nötiger denn je – gerade mit Blick auf die Konkurrenz aus den Niederlanden und Belgien.

Der Hintergrund: Am Donnerstag war bekannt geworden, dass China im Hamburger Hafen einsteigen will. Man wolle strategische Entscheidungen der Hamburger aber nicht bewerten, sagte eine Sprecherin des Häfenressorts.

Verhandlungen über Kooperation ausgesetzt

Bei der angestrebten Kooperation zwischen Hamburg und Bremen geht es darum, dass der Terminalbetreiber HHLA und die Bremer Eurogate künftig gemeinsame Sache machen. Weitere Partner sieht das Ressort aus Bremer Sicht nicht. Die Verhandlungen dazu sind wegen des Ukraine-Kriegs zunächst ausgesetzt worden.

Hamburg will 35 Prozent an einem Terminal an die chinesische Staatsreederei Cosco verkaufen. Während das Bundeskanzleramt das offenbar unterstützt, sind unter anderem sechs Ministerien gegen dieses Geschäft. Sie befürchten, dass sich Deutschland damit zu abhängig von China macht.

Senat investiert bis 2035 500 Millionen Euro in die bremischen Häfen

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 20. Oktober 2022, 21 Uhr