Bund zahlt 46 Millionen Euro für "Seute Deern"-Ersatz in Bremerhaven

Eine Animation zeigt ein Segelschiff in einem Hafenbecken.

Bund zahlt 46 Millionen Euro für "Seute Deern"-Ersatz in Bremerhaven

Bild: judel/vrolijk
  • Haushaltsausschuss des Bundestags bestätigt Finanzierung der "Najade".
  • Kopie des historischen Frachtseglers soll abgewrackte "Seute Deern" ersetzen.
  • "Najade" soll 2027 fertig sein.

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat die Finanzierung des Ersatzes für die abgewrackte "Seute Deern" in Bremerhaven bestätigt. 46 Millionen Euro sind für einen Nachbau des historischen Frachtseglers "Najade" vorgesehen.

Als ersten Schritt erwartet Bremerhaven nun die Planungsmittel für das Vorhaben in Höhe von 2,5 Millionen Euro, teilte der frühere Bundestagsabgeordnete und Sonderbeauftragte des Landes für die "Najade" Uwe Beckmeyer (SPD) mit. Auch die Stadt Bremerhaven bestätigte die Entscheidung. Mit dem Geld soll ein Betriebskonzept für das Museumsschiff erstellt werden. Damit soll geprüft werden, ob und wie die laufenden Kosten von rund einer halben Million Euro jährlich finanziert werden können. Bislang ist diese Frage offen.

Umstrittenes Vorhaben

Mit der Kopie der "Najade", einem der ersten Segelschiffe mit Stahlrumpf aus dem 19. Jahrhundert, will Bremerhaven eine neue Attraktion für den Museumshafen schaffen. Der Bundesrechnungshof hatte gefordert, das Vorhaben zu stoppen. Es liege kein erhebliches Bundesinteresse an dem Neubau vor. Denn in Hamburg gebe es bereits ein Stahlschiff aus der gleichen Epoche. Außerdem liege bisher kein Konzept für den jährlichen Unterhalt vor. Auch der Bund der Steuerzahler hatte das Vorhaben kritisiert. In der Politik ist das Projekt stark umstritten.

Die "Najade" soll nach ihrem Bau in den Besitz des Deutschen Schifffahrtsmuseums übergehen. Beckmeyer zufolge ist das Ziel, das Museumsschiff bis 2027 fertigzustellen.

Rückblick: Bundesrechnungshof lehnt Ersatz für Bremerhavener "Seute Deern" ab

Bild: DPA | Mohssen Assanimoghaddam

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 30. November 2022, 20 Uhr