Verteidigungsministerium reicht Schadenersatzklage zu "Gorch Fock" ein

Das Marineschulschiff «Gorch Fock» liegt bei der Fassmer Werft an der Weser auf dem Trockenen. Dort wird die Restaurierung des Schiffes von Arbeitern der Elsflether Werft weiter voran gebracht.
Bild: DPA | Jörg Sarbach
  • Verteidigungsministerium verklagt Ex-Leiter der Elsflether Werft
  • Renovierungskosten waren explodiert
  • Segelschulschiff ist seit September wieder im Dienst

Wegen der Kostenexplosion bei der Renovierung der "Gorch Fock" klagt das Verteidigungsministerium nun auf Schadenersatz. Die Klage richtet sich gegen die ehemaligen Leiter der insolventen Elsflether Werft.

Zehn Millionen Euro sollte die Generalüberholung des Marineschulschiffs "Gorch Fock" kosten. Am Ende waren es 135 Millionen. Wenigstens einen Teil des Geldes will sich das Verteidigungsministerium nun durch eine Klage beim Landgericht Oldenburg zurückholen. Das hat eine Sprecherin des Ministeriums am Donnerstagabend bestätigt.

Beklagt werden offenbar zwei Ex-Geschäftsführer der Elsflether Werft, die den Auftrag hatten, das Segelschiff wieder flott zu machen. Die Werft war 2019 in Konkurs gegangen. Neben der Zivilklage laufen auch noch strafrechtliche Ermittlungen gegen die beiden Manager.

Die "Gorch Fock" war schließlich von der Bremer Lürssen-Werft instandgesetzt worden. Seit September ist sie wieder im Dienst der deutschen Marine.

Die Geschichte des Gorch Fock-Skandals

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 6. Januar 2022, 21 Uhr