Streit um Sanierungskosten der "Gorch Fock" in Bremerhaven geht weiter

Ein Segelschiff mit drei Masten fährt auf offenem Wasser.
Bild: DPA | sulupress.de / Joerg Waterstraat
  • Streit um Sanierungskosten des Marine-Segelschulschiffs geht in nächste Runde
  • Konfliktparteien sind Bremerhavener Bredo Dry Dockgesellschaft und Bund
  • Oberlandesgericht Bremen verhandelt Berufungsverfahren

Das Oberlandesgericht Bremen verhandelt im Streit um Sanierungskosten des Marine-Segelschulschiffs "Gorch Fock". Die Bremerhavener Bredo Dry Dockgesellschaft fordert 10,5 Millionen Euro vom Bund für die Reparatur. Der Bund seinerseits fordert rund 3,6 Millionen Euro von der Werft für angebliche Sanierungsmängel. Beide Klagen scheiterten in einem ersten Prozess vor dem Landgericht Bremen. Dagegen hatten beide Parteien Berufung eingelegt.

Sanierungskosten stiegen von 10 auf 135 Millionen Euro

Ursprünglich hatte der Bund die Elsflehter Werft mit der Sanierung des Segelschulschiffs der Bundesmarine beauftragt. Die hatte dann als Generalunternehmer den Auftrag an die Bremerhavener Bredo Werft gegeben. Ab 2016 lag das Schiff deshalb in Bremerhaven im Dock. Die Sanierungskosten stiegen in den darauffolgenden Jahren von ursprünglich 10 Millionen Euro auf schließlich 135 Millionen Euro.

Bredo stellte offene Rechnungen an Verteidigungsministerium

Anfang 2019 ging die Elsflether Werft in Insolvenz. Daraufhin stellte Bredo seine noch offenen Rechnungen in Höhe von 10,5 Millionen Euro direkt dem Verteidigungsministerium in Rechnung. Das Ministerium will aber nicht zahlen, weil man schon ordnungsgemäß mit der Elsflether Werft als Generalunternehmer abgerechnet hätte. Darüber hinaus macht der Bund angebliche Sanierungsmängel geltend und fordert seinerseits von Bredo 3,6 Millionen Euro Schadensersatz. Mit einem Urteil ist am Mittwoch nicht zurechnen.

Segelschulschiff "Gorch Fock" in Wilhelmshaven an Marine übergeben

Bild: NDR

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 24. November 2021, 10 Uhr