Streit um "Gorch Fock": Oberlandesgericht Bremen schlägt Vergleich vor

Audio vom 24. November 2021
Durch das Fenster eines Schiffes ist ein Segelschiff auf dem Meer zu sehen.
Bild: DPA | sulupress.de / Joerg Waterstraat
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  • Bremerhavener Bredo Dry Dockgesellschaft signalisiert Zustimmung
  • Verteidigungsministerium bittet um Frist bis Ende Februar
  • Als Vergleichssumme stehen 2,5 Millionen Euro zur Debatte

Im Streit um die Sanierungskosten für das deutsche Marine-Segelschulschiff "Gorch Fock" hat das Oberlandesgericht Bremen in einem Berufungsverfahren den beiden Streitparteien einen Vergleich vorgeschlagen. Die Bremerhavener Bredo Dry Dockgesellschaft hat laut Gericht signalisiert, zuzustimmen. Die Entscheidung des Bundes steht noch aus.

Insgesamt 2,5 Millionen Euro stehen als Vergleichssumme zur Debatte. Da sich die neue Bundesregierung gerade findet, hat das Verteidigungsministerium noch um eine Frist bis Ende Februar gebeten. Dann soll es eine Entscheidung geben. Die Werft hatte vom Bund 10,5 Millionen Euro für die Reparatur verlangt.

Der Bund dagegen forderte 3,6 Millionen für angebliche Sanierungsmängel. Beide Klagen scheiterten, Bredo und auch der Bund legten Berufung ein. Auf einen Vergleich konnte man sich damals nicht einigen. Ursprünglicher Auftragnehmer war die Elsflether Werft. Diese war allerdings in die Pleite gerutscht. Die Sanierungskosten für das Schiff waren von ursprünglich 10 auf 135 Millionen Euro gestiegen.

Segelschulschiff "Gorch Fock" in Wilhelmshaven an Marine übergeben

Video vom 30. September 2021
Das Segelschulschiff "Gorch Fock" wird von zwei Schleppern übers Wasser gezogen.
Bild: NDR
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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 24. November 2021, 14 Uhr