Forscher prüfen mit Unterwasser-Sonar Kaje am Molenturm in Bremerhaven

Ein Mann steht auf einer Kajenmauer am Wasser und hält einen Stab in der Hand. Mit dem Stab stößt er eine Unterwasser-Sonde in Form eines Torpedos an.

Forscher prüfen mit Unterwasser-Sonar Kaje am Molenturm in Bremerhaven

Bild: Radio Bremen | Nonstop
  • Forscher machen Unterwasser-Bilder von Kaje an der Nordmole
  • Bilder sollen zeigen, ob Schäden an der Kajenmauer vorhanden sind
  • Molenturm war am Donnerstag abgesackt und steht seitdem schief

Wissenschaftler haben am frühen Freitagmorgen die Spundwände der Kaje an der Nordmole, auf dem der abgesackte Molenturm steht, untersucht. Mit einem Unterwasserfahrzeug sind sie den Kajenkopf entlang gefahren, um den Zustand zu prüfen, wie Marco Berger, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für den Schutz maritimer Infrastrukturen des DLR in Bremerhaven erklärte.

Ein Mann steht in einem Hafen an der Kajenmauer, neben ihm ein torpedoartiges Gerät.
Marco Berger vom DLR in Bremerhaven gehört zum Forscherteam an der Mole. Bild: Radio Bremen | Nonstop

Mit dem Unterwasser-Fahrzeug könne man deutlich näher an Objekte heranfahren als Schiffe, so Berger weiter. Darin befinde sich ein sogenannter Multibeam-Sonar, vorne im Sensorkopf. Das Gerät erstelle dann unter Wasser ein 3-D-Abbild und bilde die Struktur der Mauer nach. So könne man erkennen, ob Schäden im Mauerwerk vorhanden sind.

In der Hafeneinfahrt herrsche viel Betrieb, sagte der Wissenschaftler. Große Schiffe lösten Wellen aus, die die Arbeit der Forscher erschwerten. "Aber wir haben das gut gelöst." Jetzt müssen den Angaben des Forschers zufolge Statiker die erstellten Bilder begutachten und bewerten. Laut Holger Bruns, Sprecher von Bremenports, muss man abwarten, ob die zusätzlichen Bilder weiteren Aufschluss geben. Bereits am Donnerstagmorgen hatte der Hafenbetreiber eigene Bilder vom Zustand der Kaje gemacht.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 19. August 2022, 19:30 Uhr